Zumindest bezogen auf Freitag, den 30. Oktober 2009, denn das war der Tag, an dem ich endlich einmal die Medientage hier in München besucht habe. Warum am Freitag? Das war der Tag mit den interessantesten Programmpunkten was die Onlinemedien betraf.
Neben dem Onlinegipfel, einer ca. eineinhalbstündigen und ausgesprochen interessanten Podiumsdiskussion zur Beziehung Zeitungsverlage – Internet besuchte ich am Vormittag noch die Veranstaltung des Panels Internet über „Social Networks und Communities“. Am Nachmittag musste ich mich zwischen zwei Veranstaltungen entscheiden: Einmal aus dem Panel Internet „Semantisches Web, Cloud Computing. IPv6“ und aus dem Panel Werbung „Was bewegt: Videowerbung“. Der höheren Relevanz für meinen Job wegen entschied ich mich für die Bewegtbilder. Leider (soviel nur vorab: Man glaubt nicht, dass selbst im Jahr 2009 Präsentationen noch davon geprägt sind, das Videos auf dem Präsentationsrechner nicht laufen wollen).
Über die gesamten drei Tage fanden verschiedenste Panels statt, die nach den unterschiedlichen Medientypen wie Fernsehen, Rundfunk, Film, Print oder eben Internet organisiert waren. Alleine diese Aufteilung spiegelt die scheinbar noch vorherrschende Denke der Medienbranchen wider, sich nicht nach Inhalten, sondern nach Produktionsprozessen zu definieren.
Das die professionellen Medienschaffenden in diesem Land immer noch nicht im Internetzeitalter angekommen sind, zeigte sich auch an den Inhalten der einzelnen Panels. So beschäftigte sich das Panel Internet erwartungsgemäß mit den neuesten Entwicklungen in diesem Bereich, aber alle anderen Panels waren meinem Eindruck nach dadurch geprägt, dass der Einfluss des Internets auf die jeweilige Sparte diskutiert wurde (und gemeinhin als Bedrohung wahrgenommen wird). Statt MUT (Medien und Transformation) herrschte meines Erachtens nach eher Untergangsstimmung.
Berichte über die von mir besuchten Veranstaltungen im Einzelnen (folgen in den nächsten Tagen):
- Social Networks und Communities
Mit der immer noch spannenden Frage, wie man mit Communities Geld verdienen kann - Onlinegipfel
Die komplizierte Beziehung der Verlagshäuser zum Internet - Was bewegt: die Zukunft der Video-Werbung
Der seit Jahren angekündigte Trend fürs nächste Jahr
Irgendwie zähle ich wohl nicht zu den Digital Natives, denn statt gleich von der Veranstaltung aus zu twittern, brauche ich immer noch einige Tage, um meine Eindrücke zu sammeln und zu ordnen. Wie ich gehört habe, bin ich damit ein Digital Immigrant. Ich hoffe nur, dass ich für das Internet keine Aufenthaltsgenehmigung beantragen muss.












