Was web2.0 eigentlich ist, ist schon schwer zu begreifen. Mit web2.0 auch noch Geld zu verdienen, ist noch schwerer. Um so unverst?ndlicher wird es, wenn Firmen, deren komplettes Gesch?ftsmodell auf web2.0 basiert, damit nicht klarkommen.
Unl?ngst kam schon die Nachrichtenseite digg.com ins Schleudern. Proteste der digg-User f?hrten dazu, dass Inhalte, die wegen Urheberrechtsverletzungen auf der Website gesperrt wurde, wieder freigegeben werden mussten. Die Firmeninhaber von digg.com mussten einsehen, dass sie solche Entscheidungen nicht an ihren Nutzern vorbei treffen k?nnen.
Noch h?her schlagen die Wellen aktuell bei flickr.com in Deutschland. Das Bilder-Portal filtert seit neuestem Bilder der deutschen Mitglieder seiner Community, haupts?chlich mit erotischen Inhalten. Das schlimme daran ist nicht das Filtern an sich, obwohl trotz der strengen Haftungsgesetzte f?r Inhalte durch den Portalbetreiber in der Form nicht notwendig w?re, sondern die Kommunikationspolitik von flickr.com: Der Einsatz solcher Filter wurde weder fr?hzeitig angek?ndigt noch erkl?rt. Auch nicht als l?ngst klar war, dass solche Filter tats?chlich eingesetzt werden. Als die Protestaktionen vieler (auch zahlender) Mitglieder des Portals in Form von eingestellten Bildern mit dem Vermerk „zensiert“ dann auch noch aus dem Portal entfernt wurden, kam die Welle erst so richtig in Schwung.
Inzwischen scheint flickr.com ?hnlich digg.com wieder zur?ckgerudert zu sein und hat die Filterfunktion entsch?rft.
Firmen, deren Gesch?ftsmodell komplett auf freiwillige Beitr?ge unabh?ngiger Menschen basiert, sollten mit ihren Mitgliedern etwas vorsichtiger umgehen, denn die sind ganz schnell zur Konkurrenzplattformen weitergezogen. Das kann dann durchaus auch im Widerspruch zu Gesetzen einzelner L?ndern stehen.