Archive for the ‘Onlinemarketing’ Category

Dialogforum Webanalytics in München

Dienstag, Oktober 19th, 2010

Dank AT Internet, einem Webanalytics-Toolanbieter, hatte ich heute (19. Oktober 2010) kurzfristig die Gelegenheit erhalten, am Dialog- oder Fachforum Webanalytics in München teilzunehmen. Vom Management Circle veranstaltet bietet das Forum einen Tag Vorträge von Produkt- und Dienstleistungsanbietern aus dem Bereich. Die Vorträge richteteten sich vornehmlich an ein Publikum, das Webanalyse gar nicht oder noch nicht so einsetzt, dass es die Geschäftsziele auch tatsächlich unterstützt. Erstaunlich setzen viele der Teilnehmer eine Webanalyse-Lösung bereits ein. Auch wenn ich mich schon sehr lange mit Webanalyse befasse, liefert ein solches Forum neben neuen Kontakten trotzdem zahlreiche und nützliche Impulse.

Die vorgestellten Themen reichten von der

  • Optimierung von Webseiten für Nutzer und …
  • ….für Suchmaschinen (SEO),
  • über das Finden sinnvoller Kennzahlen (KPI’s),
  • das derzeit omnipräsente Social Media Monitoring
  • bis hin zum Behavioural Targeting.

Selbstredend, dass die Themen an einem solchen Tag nicht abschließend behandelt werden konnten.

Am interessantesten war für mich allerdings der einführende Vortrag von Prof. Dr. Johannes Schwanitz (Fachhochschule Münster), der gleichzeitig die Schirmherrrschaft dieser Veranstaltung inne hat. In seiner Präsentation führte er sehr detailiert aus, dass es mit Webanasye alleine nicht mehr getan ist. Es müssen alle Vertriebskanäle nachverfolgt werden, zusätzlich müssen aber auch die Querverbindungen zwischen den Kanälen identifiziert und der Traffic zwischen ihnen gemessen werden. Nur so lässt sich der Nutzen erkennen, den eine Webseite für die gesetzten Geschäftsziele stiftet, auch wenn sie nicht (nur) direkt auf Abverkauf abzielt. Meine Einschätzung als auch meine Erfahrung ist, dass immer noch zahlreiche Unternehmen die einzelnen Vertriebskanäle in Konkurrenz zueinander sehen, anstatt dass diese sich gegenseitig unterstützen und ergänzen.

Der Tag hat mir jedenfalls gezeigt, dass mein auf diesem Blog in mehreren Beiträgen vorgestelltes Vorgehensmodell zur Organisation der Einzelaktivitäten und -maßnahmen im E-Business gar nicht so schlecht ist. Dazu in Zukunft also mehr.

Konsequenzen aus der vorgestellten Arbeitsorganisation im E-Business

Dienstag, September 14th, 2010

Bevor ich näher auf die im vorhergehenden Beitrag beschriebenen Phasen Attention, Interest, Action und Satisfaction beschreibe, möchte ich einige Konsequenzen aus dem vorgestellten Strukturmodell vorwegnehmen.

Eine ganzheitliche Sicht auf die Dinge! Was ist damit gemeint? Ganz einfach: Es macht zum Beispiel keinen Sinn, über Onlinemarketingmaßnahmen eine große Reichweite zu erzeugen, wenn im Nachgang die Prozesse wie die Abarbeitung der eingehenden Kontakte oder die Logistik eines Onlineshops nicht funktionieren. Im schlimmsten Fall ist das nicht nur rausgeschmissenes Geld, sondern man vergrätzt auch nachhaltig potentielle Neukunden. Übrigens oft ein Problem großer Firmen wo einzelne Abteilungen wie Marketing, Vertrieb und Support nicht Hand in Hand arbeiten.

Genauso wenig macht es Sinn, sich Traffic, also Besucher auf eigene Webseite einzukaufen, wenn dort die Technik nicht funktioniert oder die Usability so miserabel ist, dass die eingekauften Besucher meine Webseite unverrichteter Dinge wieder verlassen.  Aus meiner Erfahrung heraus konzentrieren sich die meisten Firmen auf den Marketingteil. Klar, der macht auch am meisten Spaß.

Social Media. Der Einsatz von sozialen Medien bietet sich für zwei Dinge an:

  • Entweder zur plumpen Erzeugung von Reichweite. Dies lässt sich durch die Streuung von Backlinks auf die eigene Webseite auch schön für die Suchmaschinenoptimierung (SEO, Search Engine Optimization) nutzen, die sogenannten Offpage-Faktoren. Stichwort “Twitter als Linkschleuder”.
  • Oder ich trete über die (nicht mehr ganz) Neuen Medien in einen echten Dialog mit Interessenten oder Kunden. Diese recht neue Marketingdisziplin des Community Managements stellt für mich derzeit die Königsklasse im Onlinemarketing dar. Sie ist die Basis für einen nachhaltigen Auf- oder Ausbau eines Onlinekanals. Ob man den älteren Begriff des CRM, also Customer Relationship Management eher als Synonym oder als Oberbegriff für Community Management sieht, ist schon wieder persönlicher Geschmack.

Webanalyse. Bei meinen Betrachtungen wird deutlich, das die Webanalyse eine enorme Rolle spielt. Keine Maßnahme, die nicht über die Methoden der Webanalyse nachverfolgt und gemessen werden sollte. Um unseren Altkanzler Helmut Kohl zu zitieren “Wichtig ist, was hinten rauskommt”. Aber um zu wissen was hinten rauskommt sollte man nicht nur wissen, was man vorne reingesteckt hat, sondern auch wie sich die Umwandlungsquote oder Conversionrate bei verschiedenen Maßnahmen unterscheidet. Über die ganzen Phasen hinweg ergibt das dann den Return On Invest oder kurz ROI. Die Gestaltung bzw. Optimierung einer einzelnen Kampagne oder meines gesamten Webauftritts darf demnach nicht von persönlichen Geschmack Einzelner abhängen, sondern sollte soweit wie möglich auf harten Fakten beruhen. Ich weiß, das ist die Idealvorstellung, aber wie sagt man so schön: der Weg ist das Ziel.

Also von hinten nach vorne arbeiten: Erst die Prozesse zur Bearbeitung der Anfragen aufräumen oder aufsetzen. Dann die Onlineplattformen zumindest soweit optimieren, dass das Angebotene vom Besucher auch gefunden oder genutzt werden kann (Das Feintuning der Webseite oder einzelner Landingpages kann natürlich später erfolgen, denn dazu ist entsprechender Traffic notwendig). Dann erst Reichweite aufbauen. Ob mit “klassischem” Onlinemarketing oder Social Media-Kampagnen hängt dann eher von den verfügbaren personellen Ressourcen und / oder dem Budget ab. Und dann messen, messen, messen!

Weiter Postings zu dem Thema:

http://www.virtual-commerce.de/2010/09/arbeitsorganisation-im-e-business.html

Kürzlich gelesen: Landingpage Optimization von Tim Ash (deutsche Ausgabe)

Donnerstag, Juni 24th, 2010

Das Buch Landingpage Optimization (deutscher Titel “Landing Pages: Landing Pages, Optimierung, Testen, Conversions generieren”, Ausgabe 2009) habe ich unter etwas falschen Voraussetzungen zu lesen begonnen: eigentlich hatte ich mir nur ein paar schnelle und einfach umzusetzende Tipps zur Gestaltung einiger Landingpages erhofft. Dass das Buch dieses Bedürfnis nicht bedient, hätte ich mir eigentlich denken können, denn dafür war es eindeutig zu umfangreich.

Das größte Missverständnis meinerseits war, dass Tim Ash eigentlich jede Seite einer Webseite als Landingpage betrachtet. Jede Seite verfolgt ein Ziel und soll den Benutzer dazu bringen, dieses Ziel zu erfüllen. Tim Ash holt dazu sehr weit aus und geht erst einmal auf die Grundprinzipien der Gestaltung und Benutzerführung (Usability) von Webseiten ein. Er streift dabei allerlei Themen wie Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenmarketing (SEM), Affiliate- und Emailmarketing. Während die letzten drei Marketingformen immer auf eigens dafür erstellte Landingpages führen sollten und auch eine konkrete Aktion unterstützen sollten, führt die Suchmaschinenoptimierung dazu, dass so gut wie jede Seite einer Webseite als Landingpage funktioniert. Stellenweise erklürt er extrem ausführlich und beschreibt seitenlang z.B. die Saisonabhängigkeit von einzelnen Marketingaktionen (z.B. anhand eines Online-Versand f?r Blumen und den Einfluss, den der Valentinstag für die Webseite hat). Den Teil des Buches hätte er deutlich schlanker halten können.

Mit diesen Grundlagen geht es aber schnell ans Eingemachte. Es folgen die Definitionen für Begriffe Life Time Value (LTV), Conversion Improvement Percentage (CIP) oder die Einteilung von Zielgruppen nach unterschiedlichen Modellen. Er beschreibt den Ablauf eines Entscheidungsprozesses nach dem altbewährten AIDA-Modell (A = Attention, I = Interest, D = Desire, A = Action, ergänzt durch eine weitere Phase S = Satisfaction, die zur Bindung eines Kunden führen soll).

Als nächstes schlägt er vor, die eigene Webseite sehr kritisch und sehr negativ zu betrachten um zu erkennen, an welchen Stellen die Webseite den oben genannten Entscheidungsprozess nicht optimal unterstützt. Diese kritischen Einzelschritte bieten dann einen Ansatzpunkt zur Optimierung und weisen auf verbesserungswürdige Elemente in der Webseite hin. Ab diesem Punkt wird das Buch recht schwer verdaulich und ist alles andere als leichte Lektüre. Einem Überflug über Grundlagen der Statistik (sollte man sich auch mal ernsthafter mit beschäftigen) folgen ausführliche Beschreibungen der Methoden A/B Splittests und Multivariates Testing. Hier geht es schon sehr in die Tiefe und ich hätte mir zur Veranschaulichung ein konkretes Fallbeispiel gewünscht. Ein wichtiger Hinweis zum Beispiel: A/B-Splittests und Multivariates Testing stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern kommen in Abhängigkeit der tatsächlich stattfindenden Konversionen zum Einsatz. Wegen der geringen Fallzahlen kommt bei wenigen Konversionen pro Tag nur der A/B Splittest in Frage. Bei diesem Test treten 2 mehr oder weniger unterschiedliche Varianten einer Landingpage gegeneinander an. Erst bei einer (sehr) hohen Zahl von Konversionen pro Zeit macht Multivariates Testing Sinn. Dieser Test prüft mehrere Varianten einer Seite ab, die sich in mehreren Elementen unterscheiden können und damit eine sehr hohe Zahl an Kombinationsmöglichkeiten ergeben.

Webseitenoptimierungen sind keine kleinen Projekte und bedürfen der Einbindung vieler beteiligter Abteilungen innerhalb einer Firma. Tim Ash widmet seinen Erfahrungen aus zahlreichen Kundenprojekten ein eigenes Kapital. Viele dieser Erfahrungen sind sehr erstaunlich, decken sich aber vollständig mit dem, was ich in meinem Arbeitsalltag erlebe. Ich musste recht schmunzeln als ich den Teil über interne IT-Abteilungen las. Die Blockadehaltung der internen IT scheint ein allgemein zu beobachtendes Verhaltensmuster in Firmen zu sein und nicht nur eine persönliche Erfahrung meinerseits.

Das Buch hat nicht alle meine Fragen beantwortet, einiges bedarf noch einer späteren Vertiefung. Andererseits schafft es Ash ohne Probleme Begeisterung für das Thema zu wecken und man erahnt das Potenzial, welches in einer kontinuirlichen Verbesserung einer Webseite liegen kann. Ich werde sicherlich noch öfter in dem Buch das ein oder andere nachschlagen. Also, wer ein paar schnelle Tipps zur Verbesserung seiner Landingpages sucht, ist mit diesem Buch sicherlich nicht gut beraten, wer allerdings einen grundlegeneden Einstieg in die gesamte Thematik der Optimierung von Webseite sucht, dem sei die Lektüre empfohlen.

Weitere Infos zum Buch gibt es direkt bei Tim Ash auf seiner offiziellen Webseite zum Buch unter www.landingpageoptimizationbook.com (englisch).

Die Highlights des emetrics summit 2010 (Tag 2)

Dienstag, März 30th, 2010

Der zweite Tag des emetrics summit war noch mehr durch Anwendervorträge geprägt als der erste. Der Vortrag der MLP Finanzdienstleistungen AG fiel wegen Krankheit des Referenten leider aus, aber es waren immer noch sehr interessante Firmen am Start. Größtenteils Vertreter der Old Economy. Für mich bleibt es immer wieder spannend, wie traditionelle Firmen den Shift in das Internetzeitalter vollziehen und auf welche Probleme sie dabei stoßen. Der erste Vortrag wurde allerdings von einem Vertreter der New Economy bestritten:

  • Sehr selbstkritisch ist mydays, ein Anbieter (besser Vermittler) von außergewöhnlichen Events, an die Optimierung seiner Webseite herangegangen. Die Erkenntnisse waren enorm. Ein guter Teil des Geschäfts läuft über Gutscheine, die verschenkt und später eingelöst werden. Gab es bei der Auswahl des Angebots kaum Probleme, schien es mit dem Einlösen einige Schwierigkeiten zu geben. Der Grund? Die Zielgruppen waren zum Teil sehr verschieden. Die Gutscheine werden zwar oft von Jüngeren gekauft, diese schenken sie aber ihren Eltern oder Großeltern. Und die scheitern dann beim Einlösen des Angebots. Also zwei Zielgruppen mit völlig unterschiedlichem Nutzerverhalten auf der Webseite. Wichtig ist zudem die Qualität und Zuverlässigkeit der Veranstalter der eigentlichen Events. Jedenfalls konnte mydays die Nutzerzufriedenheit beim Einlösen der Gutscheine deutlich verbessern.
  • Zweiter Punkt der Agenda war eine Diskussion zwischen Ossi Urchs, dem Moderator der emetrics, und Patrick Palombo, Berater im Bereich e-Commerce und Versandhandel. Es ging um die Frage, ob der klassische Versandhandel in Deutschland die aktuellen Entwicklungen der Sozialen Medien verschläft. Nach der Pleite des Traditionsunternehmens Quelle vor einigen Monaten eine berechtigte Frage. Patrick Palombo kritisierte an den Unternehmen, dass sie oft erst auf Druck von außen reagieren. Von einer durch Innovation geprägten Kultur keine Spur. Eine Beobachtung, die ich in meinem eigenen Umfeld auch immer wieder mache.
  • Der zweite Anwendervortrag des Tages beschäftigte sich mit dem Tool, dass in der Webanalyse vermutlich am häufigsten eingesetzt wird: das Tabellenkalkulationsprogramm Excel von Microsoft. Wie bringt man nun aber Daten aus diversen Webanalysetools und aus mehreren Exceldateien zusammen und kann sie dann auch noch in übersichtlichen Dashboards darstellen? Die Antwort lautet Palo. Palo ist eine OLAP-Datenbank die als Opensource-Projekt der Firma Jedox AG frei verfügbar ist. Dank Palo können Daten aus unterschiedlichsten Quellen zusammengeführt werden. Durch eine Integration in Excel (wie ich gesehen habe, wird die Tabellenkalkulation von OpenOffice auch unterstützt) können diese Daten wie gewohnt in Excel weiterverarbeitet und dargestellt werden. Das gesamte Einsatzgebiet von Palo habe ich aufgrund des Vortrags noch nicht erfasst, ich werde mich aber noch eingehender damit beschäftigen. Vor allem erscheint die Zusammenführung der Webanalysedaten mit weiteren Daten aus anderen Unternehmensbereichen möglich und bietet die Chance auf sehr viel weitreichendere Analysen als diese alleine mit der Webanalyse möglich sind.
  • Spannende Einsichten in seine Webanalyse gewährte auch der holländische Konzern Philips International BV. Ein Team von fast 10 Webanalysten versorgt die Fachbereiche der Firma mit allen erdenklichen Zahlen, Daten, Fakten und Auswertungen. Dabei ist das Webanalyse-Team zwar eine Abteilung, die einzelnen Mitglieder sitzen aber verteilt in mehreren Ländern. Mich hat erstaunt, welchen Stellenwert das Internet und auch die Webanalyse in diesem Unternehmen hat. Philips ist definitiv im Internetzeitalter angekommen.
  • Zentrales Element der emetrics ist eine Diskussionsrunde der Teilnehmer untereinander. In mehreren Gruppen sollte diskutiert werden, wo sich die Teilnehmer mit ihren Firmen im Reifegradmodell einstufen. In meinem Post über den ersten Tag hatte ich ja schon angedeutet, dass sich diese Fragen den wenigsten Teilnehmern stellt, denn alle waren sich einig, dass sie sich in der ersten Stufe, dem Reporting befinden. Interessant war, dass es kaum Unterschiede zwischen Traditionsunternehmen und Internet-Firmen – der Old und New Economy – gab. Mal sehen, wie sich diese Thema über die nächsten Jahre weiterentwickelt.
  • Mit welchen Problemen Unternehmen im e-Commerce zu kämpfen haben zeigte sich bei der Deutschen Post DHL. Die Konsolidierung aller e-Commerce-Aktivitäten in einem solchen großen Konzern, in dem fast jeder Geschäftsbereich im Internet aktiv ist, stellt eine kaum zu lösende Aufgabe dar. Das geht nur mit entsprechender Unterstützung aus dem oberen Management. Dabei liefert die Webanalyse die notwendigen Zahlen für die Argumentation. Ähnliche Probleme – allerdings in deutlich kleinerer Dimension – kenne ich aus meiner eigenen Tätigkeit. Die Probleme in Unternehmen scheinen überall sehr ähnlich zu sein, unabhängig von der Branche.
  • Alle reden vom Marketing in Sozialen Medien, aber kaum keiner hat’s bisher (erfolgreich) gemacht. Doch, das Tourismusbüro von Oberstaufen im Allgäu. Die haben nicht nur Ihre Facebook Fanpage und ihren Twitterkanal, sondern sie bündeln diese einzelnen Kanäle ergänzt durch Youtube (Videos) und Flickr (Photos) in einer fantastischen Mashup-Anwendung. Zu erreichen unter www.oberstaufen-plus.de. Die Inhalte kommen also nicht nur vom Tourismusbüro selbst, sondern von Nutzern, die per tagging ihre Inhalte den einzelnen streams innerhalb der einzelnen Plattformen zuordnen. Und damit nicht nur die Marketingfachleute begeistert sind, sondern auch die lokalen Hoteliers, ist das zentrale Buchungstool überall gut zu finden und zu erreichen. Inklusive einer Integration in Facebook. Unbedingt einmal anschauen.

Sollte sich jemand wundern, warum ich hier so ausführlich über die Konferenz berichte, es sind meine eigenen Aufzeichnungen, die ich nach der Veranstaltung einfach nochmal durchgehe. Um in der Konferenzsprache zu bleiben: so rette ich die Learnings und Insights in meinen Arbeitsalltag hinüber. Und warum nicht ganz im Sinne der Sozialen Medien diese etwas aufgehübscht über meinen Blog der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.

Wer sich dagegen eingehender mit Webanalyse beschäftigen möchte hat übrigens auch ohne emetrics die Gelegenheit dazu. Einmal gibt es den Berufsverband der Webanalysten, die Webanalytics Association. Zum anderen finden in immer mehr deutschen Städte sogenannte Webanalytics Wednesdays statt (mir sind Hamburg, Berlin und München bekannt). Wer Fragen dazu hat, kann sich gerne bei mir melden.

So, jetzt reicht’s aber auch!

Nachgeliefert: Die Highlights des emetrics summit 2010 (Tag 1)

Montag, März 29th, 2010

In meinem letzten Post mit den ersten Eindrücken zum diesjährigen emetrics summit hatte ich versprochen, einzelne Highlights der beiden Konferenztage in München nachzuliefern. Also los:

  • Als einer der Gründer der Webanalytics Association und ursprünglicher Initiator des emetrics summits (die ?brigens weltweit stattfinden), hielt Jim Sterne die Keynote. Reduziert man seinen Vortrag auf wenige Sätze zeichnen sich zwei Entwicklungen in der Webanalyse ab. Zum Einen nimmt das Social Media Monitoring, also das Nachverfolgen von Reaktionen seitens der Nutzern auf den verschiedensten Plattformen zu einem Unternehmen, einen immer größeren Bereich ein. Das andere Thema ist die Einführung eines sogenannten Reifegradmodells (Maturity Model) in der Webanalyse. Es soll Hilfestellung geben, das eigene Unternehmen in Bezug auf den Einsatz von Webanalyse zu positionieren. Die Reifegrade sind in vier Stufen eingeteilt, die niedrigste Stufe ist das reine Reporting, die nächste Stufe wäre der Übergang zur Analyse und die höchste Stufe, das Nirwana sozusagen, bedeutet, Erkenntnisse aus der Webanalyse in die strategische Ausrichtung des Unternehemens einfließen zu lassen. Vorgreifend auf die User-Diskussion vom Folgetag möchte ich einwerfen, dass die meisten Vertreter von Unternehemen der Old Economy sich selbst bei Stufe 1, also dem Reporting, eingestuft haben. An dieser Stelle möchte ich die Frage einwerfen, ob daher zum jetzigen Zeitpunkt die Einführung eines Reifegradmodells überhaupt Sinn macht, wenn die meisten Firmen in Deutschland noch mit den Basics kämpfen. Der amerikanische, und wahrscheinlich auch der asiatische Markt dürfte da bereits um Längen voraus sein (wie sieht es eigentlich in anderen europäischen Ländern aus?). Als Tipp der Hinweis, dass es zum Thema des Reifegradmodells in der Webanalyse eine interessante Arbeit von Stephane Hamel gibt, die frei zum Download über immeria.net angeboten wird (in englisch).
  • Im zweiten Vortrag ging es um den Einsatz von Multivariatem Testing zur Optimierung von Konversionen bei dem Dating-Portal friendscout24. Es war sehr zu begrüßen, dass sich der Begriff Konversion nicht mehr nur auf den reinen Abverkauf in Onlineshops konzentrierte, sondern jede Form von gewünschter Interaktion zwischen Nutzern und einer Webseite berücksichtigt. Im Fall einer Dating-Plattform ist das zum Beispiel die Anzahl der Neuregistrierungen über entsprechende Landingpages. Der Einsatz von Multivariatem Testing (MVT) setzt meines Erachtens aber zwei Dinge vorraus: einmal eine weitestgehend durch AB-Testing optimierte und in ihren Grundelementen verifizierten Landingpages. Zweitens genügend Traffic, um bei verschiedenen Varianten einer Landingpage überhaupt noch statistisch saubere Aussagen zu bekommen. Mehr dazu später im …
  • … Workshop zur Optimierung von Landingpages mit Timo Aden. Timo Aden ist Autor des Buches Google Analytics sowie gemeinsam mit Patrick Ludolph Host des Webanalytics Podcasts Mole2. Ergebnis des Workshops für mich war, dass man bezüglich einer guten, also konvertierenden Landingpages überhaupt keine Aussage machen kann. Was funktioniert und was nicht hängt zu stark von den Einflüssen der Branche oder der Produkte ab. Es bleibt nichts weiter, als selbst auszuprobieren und zu testen. Dabei bietet sich der Einsatz von AB-Tests an, um die Hauptrichtung der Landingpage zu bestimmen. Multivariates Testing (MVT) sollte erst für das Feintuning zum Einsatz kommen. Ein guter Tipp war, sich eine Landingpage-Galerie seiner Mitbewerber anzulegen und diese auch permanent zu pflegen. So bekommt man einerseits sehr gute Eindrücke davon, wie die verschiedenen Landingpages aussehen (Ideenfindung) und andererseits sieht man sofort, wer von seinen Konkurrenten an seinen Landingpages arbeitet und diese optimiert.
  • Der Nachmittag begann mit einer Paneldiskussion zum brisanten Thema Webanalyse und Datenschutz. Der Bundesbeauftragte Peter Schaar (Autor des Buches: Das Ende der Privatsphäre) diskutierte mit Thomas Duhr, Vice Chairman IAB (Interactive Advertising Bureau) und Leiter des Arbeitskreises Targeting des BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft). Ehrlicherweise machte Herr Schaar mit seiner Position eine deutlich bessere Figur als Herr Duhr, denn der flabsigen Aussage Duhr’s, dass die Leute gegenüber Firmen ruhig ein wenig offener sein sollten, denn sie bekämen dafür ja auch etwas (was?) zurück, kann ich nicht so ganz folgen. Man ist ja nicht nur Webanalyst, sondern selbst auch Kunde. Den Anspruch nach einem für jeden Kunden nachvollziehbaren Umgang mit seinen Daten finde ich völlig gerechtfertigt. Die Webanalyse-Branche muss da meines Erachtens eine deutlich professionellere Position einnehmen. Das Gejammer über den Datenschutz als Spielverderber hilft nicht weiter. Da hat Herr Schaar einfach recht.
  • Die Diskussion zum Thema Social Media Controlling war etwas farblos. Es war zwar ganz lustig, wie eine Firma wie Beate Uhse in Sozialen Medien aktiv werden kann (könnte), wenn sie wegen Altersbeschränkungen auf den spannendsten Plattformen nicht präsent sein darf. Klassenprimus ist und bleibt einfach BMW mit seinem hervorragenden Videokanal BMW TV, so transportiert man Emotionen! Aber so richtig sind bei mir keine Highlights oder Aussagen hängen geblieben.
  • Als letzte Veranstaltung besuchte ich den Vortrag zur Gestaltung von Datenreports. Ein großes Problem (auch für mich) ist die Darstellung der Ergebnisse aus den Webanalysetools für die unterschiedlichen Zielgruppen. Man ist zu sehr Teil seiner datenzentrierten Welt und tut sich oft schwer, die Ergebnisse seinen Kollegen aus Marketing, Vertrieb oder anderen Fachabteilungen in einer ansprechenden und verständlichen Form mitzuteilen. Für mich Teil des Übergangs vom reinen Reporting zur echten Analyse.
  • Den Abschluss des ersten Tages (für mich) bildet einer der Sponsorenpräsentationen, in diesem Fall durch Google Analytics. Im Vortrag wurden die neusten Features vorgestellt, für mich aber weniger relevant. Google Analytics als kostenfreies und gern genutztes Webanalysetool war übrigens sehr präsent auf der emetrics.
  • Die Diskussionsrunde der Anbieter habe ich mir gespart. Diese dürfte höchstens für die Kollegen von Interesse sein, die gerade mit der Evaluierung eines Tools beschäftigt sind. Vorträge von Anwendern bzw. Diskussionen mit ihnen finde ich persönlich aber deutlich interessanter.

Ist jetzt doch wieder ein Menge Text geworden, daher beschränke ich mich erst einmal auf den ersten Tag. Ein Review der Vorträge des zweiten Tages folgt.

Einen weiteren Blogpost zur emetrics (mit Bildern!) habe ich auf dem Blog eControlling.de von Markus Vollmert gefunden.

Webanalyse und Datenschutz

Dienstag, Dezember 22nd, 2009

In letzter Zeit hatte ich wieder einige Artikel über Google Analytics und Datenschutz gelesen. Google Analytics ist ein wunderbares Tool, dessen Funktionsumfang vielen anderen kommerziellen Tools in nichts nachsteht. Und das Beste: die Nutzung ist kostenlos! Daher gibt es kaum eine Webseite, die den Messcode von Google Analytics nicht eingebunden hat, egal ob Firmenwebseite oder der Internetauftritt eines Kegelclubs.

Allerdings ist der Einsatz des freien Webanalyse-Tools unter Gesichtspunkten des Datenschutzes (vor allem bezogen auf die deutsche Gesetzgebung) nicht unumstritten. Vor allem kleinen Onlineshop-Betreibern sitzt die Angst vor einer neuen Abmahnwelle im Nacken. Als kritische Punkte sind zu nennen:

  • Noch immer ist nicht abschließend geklärt, ob eine IP-Adresse zu den personenbezogenen Daten gehört. Die IP-Adresse, die von Webanalyse-Tools gespeichert wird, ist meines Wissens nach immer die, die dem Rechner gehört, mit dem ein Nutzer sich ins Internet einwählt (in diesem Punkt lasse ich mich gerne belehren). In der Regel dürfte das irgendein Server eines Internetproviders sein. Rein theoretisch jedenfalls, ließe sich damit in Einzelfällen die Verbindung bis zu einem bestimmten Arbeitsplatzrechner zurück verfolgen. Und damit – auch wieder theoretisch – dieser einer bestimmten Person zuordnen. Ob das jetzt personenbezogen ist oder nicht, ist eben noch nicht abschließend geklärt. Handelt es sich aber um personenbezogene Daten, sind aus Sicht des deutschen Datenschutzgesetzes einige Bedingungen bezüglich Speicherung, Verarbeitung und Weitergabe der Daten an Dritte zu beachten. Diese Bedingungen sind im Falle der Nutzung von Goolge Analytics, aber auch anderer solcher Dienste wie der meines Wissens ebenfalls frei nutzbare Dienst Yahoo Web Analytics kaum zu erfüllen.
  • Der zweite Vorwurf, der im Zusammenhang mit Google Analytics oft genannt wird, ist die Befürchtung kritischer Zeitgenossen, Google könnte die gesammelten Daten seines Analysetools mit Daten anderer Google-Dienste verknüpfen und so sehr detailierte Nutzerprofile anlegen. Ob man diese Befürchtung nun teilt oder nicht spielt kaum eine Rolle, denn man kann es gegenüber den Besuchern seiner Webseite einfach nicht 100% ausschließen. Diese 100% Sicherheit muss man aber dem Datenschutzgesetz nach seinen Webseitenbesuchern einräumen (Einverständnis der Webseitenbesucher, vertragliche Regelung über die Nutzung der Daten mit dem Dienstleister, in diesem Fall Google). Eine schwierige Sache.

Zumindest aber für private Webseitenbetreiber und Webseiten kleiner Firmen gibt es eine nützliche, und meiner Ansicht nach brauchbare Alternative: das Open Source-Projekt Piwik. Diese kleine php-Anwendung sammelt ähnlich allen anderen Analysetools Daten über die Nutzung der eigenen Webseite, speichert diese aber lokal in einer eigenen MySQL-Datenbank. Kaum ein Billig-Provider, der diese Datenbanken nicht im Paket zum Webspace mit anbietet. Das Beste aber, es gehen keine Daten nach außen, also an Dritte. Es lassen sich zudem alle gängigen Parameter wie Visits, Visitors, Pageviews, Referer, etc. messen. Mehr wollen die Betreiber kleiner Webseiten ja auch nicht wissen. Und man ist mit dem Tool auf der sicheren Seite. Da Piwik ein Open Source Projekt ist, kann auch jeder, dem das ein oder andere Feature fehlt, dieses per php-Code der Software beisteuern (Ich fürchte allerdings, es sind schon eher fortgeschrittene php-Kenntnisse dafür notwendig).

Dritte Veranstaltung des Social Media Clubs München, SMCMUC

Mittwoch, November 18th, 2009

Gestern (Dienstag, den 17. November 2009) fand die dritte Veranstaltung des Social Media Clubs München statt. Gastgeber war der Bayerische Rundfunk, das Thema war Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in und mit Sozialen Medien. Als Referentin berichtete Carmen Hillebrand über die Aktivitäten der Firma Vodafone. Vodafone nutzt die Neuen Medien auf unterschiedliche Weise. So dienen der eigene Blog (unter http://blog.vodafone.de/) als auch Twitter (http://www.twitter.com/vodafone_de) der Unternehmenskommunikation, während die großen Netzwerke wie Facebook, StudiVZ und MySpace mehr dem Marketing der Firma dienen.

Carmen Hillebrand – die kurzfristig für einen Kollegen einsprang – gab unumwunden zu, dass in der Vergangenheit nicht jede Kampagne optimal verlief. Bekannt wurde die Kampagne “Es ist Deine Zeit” unter anderem durch den Streit um die Blogggerin Schnutinger, die sich nach dem Vorwurf der Käuflichkeit wegen zum Teil sehr persönlicher Anfeindungen gegen ihre Person nicht nur aus der Werbekampagne, sondern gleich ganz aus dem Internet zurückzog.

Egal, wie man nun zu einem solchen Engagement der Firma Vodafone in den “Sozialen Medien” steht, diese Firma bringt zumindest den Mut auf, mit den neune Kommunikationskanälen zu experimentieren. Da es kaum Erfahrungswerte gibt, bleibt es natürlich nicht aus, dass Fehler gemacht werden. Aber wo sollen die Erfahrungswerte sonst auch herkommen?

Das Interesse im Publikum war jedenfalls sehr groß, denn die anschließende Diskussion dauerte länger als der eigentliche Vortrag.

Was mich bei der Veranstaltungsreihe des Social Media Club München beeindruckt, ist nicht nur das große Interesse an den einzelnen Veranstaltungen, sondern auch das Engagement der Organisatoren, die aus ihrem Interesse an den “Neuen Medien” heraus einiges an Zeit in die Vorbereitung der einzelnen Veranstaltungen investieren dürften. Der SMC München ist meines Wissens ein (noch) recht lockerer Verbund an “Social Media”-Enthusiasten ohne großen organisatorischen Überbau. Mal sehen, wie lange das durchgehalten werden kann.

Wer sich informieren möchte, in Xing gibt es eine eigene Gruppe (https://www.xing.com/net/smcm/) dazu, über die man sich weiter informieren kann.

Was bewegt: Die Zukunft der Videowerbung

Donnerstag, November 5th, 2009

Referenten und Beschreibung des Inhalts zu finden unter:
http://www.medientage.de/kongress/programm/programmdetail.html?panel=307

Oder es bewegt sich doch nichts. Bleibenden Eindruck hat mal wieder die Präsentation von Videoclips hinterlassen, die einfach nicht laufen wollten. Keine Präsentation zu diesem Thema, in der nicht fieberhaft ein Techniker gesucht wird, der dann hektisch versucht, die kleinen Filmchen zum Laufen zu bringen.

Auch sonst hatte die Präsentation nicht viel zu bieten. Das sich der virale Effekt lustiger Filmchen irgendwann abnutzt und die Produzenten gezwungen sind, jedes Mal noch einen draufzusetzen um den gleichen Effekt zu erzielen ist genauso eine Binsenweisheit wie die Tatsache, das die Nachahmung eines einmal erfolgreichen Konzepts nicht funktionieren kann. Ansonsten beschränkten sich die Tipps der Expertenrunden darauf, immer schön authentisch zu bleiben und relevante Inhalte zu liefern. Die Rahmenbedingungen für Bullshit-Bingo waren also ideal.

Als einigermaßen nützliche Information habe ich für mich mitgenommen, dass für eine erfolgreiche Kampagne auf Basis solcher Clips das Seeding ein wichtige Rolle spielt, also das Setzen von Keimen in eine fruchtbare Umgebung. Das können z.B. bekannt Blogger sein, die in eine solche Kampagne einbezogen werden. Taugt allerdings der Clip nichts, wird auch das Seeding nichts nützen. Ob sich Erfolg einstellt oder nicht, lässt sich weder steuern noch vorhersagen. Gezeigt (wenn sie denn liefen) wurden natürlich nur erfolgreiche Beispiele einiger der Firmen. Ein Erfolgsfaktor für Kampagnen ist jedenfalls ein medienübergreifendes Konzept und keine isolierte Einzelaktion. Das ist aber leichter gesagt als getan denn ich rede mir auch in meiner Firma den Mund fusselig.

Neben der Lobhudelei wurden dann doch noch einige negative Begleiterscheinungen der Werbung mit den kleinen Videofilmchen diskutiert. So z.B. die fehlenden Interaktivität innerhalb der Filme sowie die Ausblendung jeglicher Werbung, schaut man sich die Clips im Vollbildmodus an. Verschieden Lösungen wie Pre-, Mid- oder PostrollAds wurden angesprochen, also das Einblenden von Werbebotschaften vor, im oder nach dem Clip.

Jedenfalls hatte ich mich geärgert, dass ich mich nicht für die Veranstaltung Semantisches Web, Cloud Computing. IPv6 des Panels Internet entschieden hatte. Von den Bewegtbildern hatte ich mir eindeutig mehr erwartet. Als begeisterter Konsument von Videopodcasts konnte ich thematisch keine Verbindung herstellen zwischen dem aktuellen Trend und dieser Diskussion. Einzig vielleicht die Tatsache, dass User Generated Content gegenüber professionellen Produktionen angeblich an Boden verliert. Der frühe Erfolg der Amateurfilmchen wurde darauf zurückgeführt, dass einfach keine professionellen Alternativen zur Verfügung standen, eine Argumentation, die ich nachvollziehen kann. Die Zeit der Wackelbilder scheint vorbei. Damit steigen natürlich auch die Anforderungen an Amateur-Produktionen, bedeutet meiner Ansicht nach aber nicht, dass diese nun wieder verschwinden werden.

Als einzigster Referent machte Jean Pierre Fumagalli (CEO der Firma smartclip) einen guten Eindruck auf mich. Statt permanent die große Zukunft des Bewegtbildes zu beschwören scheint er tatsächlich eine realistische Einschätzung des Marktes zu haben und sieht auch die Probleme, die in nächster Zukunft zu lösen sind, soll diese Werbeform eine Zukunft haben.

Als Fazit bleibt, Bewegtbild ist das Topthema für 2010. Aber war es das nicht schon 2009, 2008, …?

Klasse Videopodcast für sportliche Radfahrer

Dienstag, Oktober 6th, 2009

Seit ich mir den iPod touch gegönnt habe abonniere ich zunehmend Viodeopodcasts (oder auch Videocast oder Vodcast). Dabei bin ich auf Bike TV (http://www.bike-tv.cc/) aus Österreich gestoßen, ein wirklich hervorragendes Beispiel für eine ausgesprochen gut gemachte Produktion. Es geht dabei um so ziemlich alle Varianten des sportlichen Radfahrens, allerdings nicht nur interessant für Biker, sondern auch für Leute, die sehen wollen, wie meiner Meinung nach ein gut gemachter Videopodcast aussehen sollte.
Und eine Facebook Fanseite gibt’s auch dazu.

Die

Montag, Juli 13th, 2009

Meinen Blog unter www.virtual-commerce.de betreibe ich ja etwas nachl?ssig. Schaue ich mir die letzten Monate an komme ich gerade mal auf ein oder zwei Beitr?ge pro Monat. Viel zu wenig um sich eine treue Leserschaft – neudeutsch Community – aufzubauen. Mir scheint zudem, dass Bloggen eh etwas aus der Mode gekommen ist, heutzutage wird getwittert (gemicrobloggt h?rt sich etwas spr?de an).

Aber es soll trotzdem weitergehen mit meinem Blog! Und zwar wieder mit deutlich h?herer Frequenz bei den Beitr?gen. Thematisch habe ich mich ja bereits von den virtuellen Welten gel?st und mich mehr dem Thema Web 2.0 und den sozialen Medien zugewandt. Mit letzteren besch?ftige ich mich bereits seit l?ngerer Zeit, besonders wenn es dabei um Marketing geht. Je l?nger ich mich aber damit befasse, desto mehr kristallisiert sich heraus, das Onlinemarketing in oder mit sozialen Medien nichts anderes als der Aufbau und die Pflege einer Gemeinschaft ist, die sich um ein Thema, ein Produkt oder eine Dienstleistung schart, Community Management also.

Kommunikationskan?le entstehen und vergehen immer schneller. Heute wird getwittert, was in ein paar Monaten oder vielleicht sogar Wochen kommen wird, wei? noch niemand. Beim Community Management spielt der einzelne Kommunikationskanal eine geringere Rolle, da sie gegeneinander austauschbar sind und sich im besten Fallen gegenseitig erg?nzen. Einige Beispiele hatte ich bereits auf diesem Blog genannt (z.B. ?ber die Radioshow Science Friday), weitere werden folgen.

In Zukunft werde ich mich also verst?rkt dem Thema Community Management widmen. Virtuelle Welten bleiben trotzdem interessant denn ich glaube immer noch, dass sie in naher Zukunft eines der Werkzeuge sein werden, mit denen man ein Community pflegen kann. Au?erdem m?chte ich mich dem Thema Community Management weniger theoretisch, sondern mehr praktisch n?hern: neben meinem eigentlich Job in meiner Firma werde ich ein weiteres, kleines Projekt starten, in dem ich einen Freund beim Aufbau eines Onlineshops unterst?tzen m?chte. Das gibt mir die M?glichkeit, Methoden des Social Media Marketing auszuprobieren, bei deren Einsatz mein Arbeitgeber naturgem?? etwas vorsichtiger vorgeht. ?ber dieses Projekt, die Erfahrungen die ich dort mache m?chte ich eben ?ber diesen Blog berichten.

Genau diese Berichte ?ber das Projekt m?chte ich als alter Podcast-Addict zudem mit Audiobeitr?gen erg?nzen. Nach nunmehr ?ber 4 Jahren als Konsument privater Podcasts reizt es mich zunehmend, selbst mit diesem Medium zu spielen. Einen Anfang habe ich bereits gemacht und eine Audiopodcast zum Thema Biotechnologie begonnen.

Ein weiteres Merkmal von Blogs ist ja die pers?nliche Note, mit der Themen behandelt werden. Und da ich neben meinem digitalen Leben auch Spa? an vielen realen Dingen habe, m?chte ich die trockenen Beitr?ge zum Community Management durch eine Reihe von Bildern aus der analogen Welt auflockern. Damit m?chte ich Kurioses, Am?santes, Bemerkenswertes oder auch nur Sch?nes zeigen. Alles sehr pers?nlich eben.