Archive for the ‘Firmen’ Category

Social Media und Versicherungen, passt das?

Dienstag, November 23rd, 2010

Social Media ist das Thema unserer Zeit, Versicherungen dagegen ungefähr das Langsweiligste, was man sich vorstellen kann. Das gilt für die Unternehmen wie auch für deren Produkte. Keiner will sie, jeder braucht sie (zumindest einige davon).

Wie die Themen Versicherungen und Social Media doch zusammenpassen erklärten gestern Vertreter der Allianz Deutschland und der R+V bzw. deren Tochter, der R+V24. Das Engagement der Allianz in Sozialen Medien lässt sich aus deren Vertriebsmodell erklären: die Allianz-Vertreter waren schon seit jeher Teil einer lokalen Community. Das Unternehmensmodell der R+V dagegen basiert auf Genossenschaften, also einer Gemeinschaft aus Gleichgesinnten. Was liegt also näher als dieses Modell in das Web 2.0 zu übertragen.

Beide Vertreter der Unternehmen präsentierten gestern weder best practises noch imponierten sie die rund 200 Gäste mit tollen Kampagnen. Statt dessen schilderten beide den steinigen Weg in Richtung Sozialer Medien durch die internen Entscheidungsgremien ihrer Firmen. Die Erkenntnis, dass es den Kollegen in anderen Firmen auch nicht besser geht als einem selbst hat durchaus etwas Beruhigendes.

Die Zielplattformen, mit denen beide Firmen am aktivsten experimentieren sind derzeit Facebook und Twitter. Wobei zumindest die Allianz Deutschland die Plattformen je nach Zielsetzung trennt: Facebook für den Bereich Marketing und Twitter als Kommunikationskanal für die Unternehmenskommunikation.

Das Event wurde vom Social Media Club München (SMCMUC) organisiert und fand im angenehmen Ambiente des zentral gelegenen Restaurants Moccar Pompidou statt. An dieser Stelle einen Dank an die Organisatoren! Weitere Veranstaltungen des Social Media Clubs München werden entweder über die entsprechende Xing-Gruppe, die Facebookseite oder über Twitter bekannt gegeben. Soll also keiner sagen, er hätte nichts mitbekommen!

Social Media Club München im Netz:

Einen ausführlichen Bericht vom Abend (mit Bildern) findet sich unter:
http://smcmuc.posterous.com/social-media-in-der-versicherungsbranche-smcm

Wie wichtig ist eigentlich noch die eigene Webseite?

Mittwoch, November 3rd, 2010
Auf dem Weg zur Arbeit habe ich mir heute die aktuellste Folge des Podcasts Brouhaha zum Chefticket der Bahn von Alexander Wunschel und Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach angehört. Die beiden analysieren sehr nüchtern und sachlich – was ich sehr angenehm finde – die Patzer von Firmen in Sozialen Medien. Aber keine Sorge, ich werde jetzt nicht auch noch in die Diskussion um die Bahn einfallen. Aber in einem kleinen Nebensatz erwähnten die beiden, dass die von der Bahn geschalteten Werbemaßnahmen nicht wie üblich auf eine eigene Landingpage der Kampagne führt, sondern auf die zur Kampagne gehörende Facebook-Seite.
Das bringt mich zu der eigentlichen Frage, die mich bereits ein wenig länger beschäftigt: Wie wichtig ist eigentlich noch der eigene Webauftritt? Die Zahl der möglichen Kommunikationskanäle nimmt dank Social Media rapide zu und auf all diesen Kanälen möchten oder sollen Firmen aktiv und präsent sein. Wozu dann noch die eigene Webseite? Genügt z.B. nicht die Facebook-Seite als zentrale Anlaufstelle für Kampagnen? Beispiel eben die Bahn mit Ihrer Kampagnenseite zum Chefticket.
Die Idee ist verlockend, sind die Kosten im Vergleich mit dem Betrieb einer eigenen Webseite auf den ersten Blick sehr überschaubar. Besonders Microsites oder Landingspages für Kampagnen können auf vielen dieser Plattformen kostenfrei eingerichtet werden. Ein weiteres Argument ist, dass man mit seiner Kampagne dort ist, wo die Nutzer sind bzw. die Zielgruppe ist, gerade bei Facebook ein oft gehörtes Argument. Und außerdem hört man in Bezug auf Facebook wieder sehr oft, dass diese Plattform das Internet als Ganzes ablösen könnte (Ich höre noch die Stimmen, die 2007 ähnliches von Second Life behaupteten).

Warum also trotzdem noch die eigene Webseite? Ich sammle einfach mal ein paar Argumente, warum ich glaube, dass der Einsatz einer eigenen Webseite immer noch Sinn macht:
  • Der überwiegende Teil der Internetnutzer sucht seine Informationen immer noch über die gängigen Suchmaschinen. Eine darauf optimierte Webpräsenz bekommt demnach über das organic listing der Suchmaschinen eine große Zahl an Besuchern.
  • Nur auf der eigenen Webseite hat man die Möglichkeit, das Verhalten der Nutzer zu beobachten und zu analysieren. Nur so kann man das eigene Angebot im Netz auf die Bedürfnisse der Nutzer optimieren.
  • Hinsichtlich des Datenschutzes ergeben sich neue Fragen, denn im Gegensatz zur eigenen Webseite muss man bei der Nutzung Sozialer Medien die Daten mit der entsprechenden Plattform teilen bzw. ist gezwungen, mit den Daten für eine Analyse zu leben, die einem das System zur Verfügung stellt. Weiterführende Auswertungen dürften kaum möglich sein.
  • Die verschiedenen Plattformen bieten oft nur eingeschränkte Möglichkeiten bei der Gestaltung und damit kaum Einfluss auf Design und Usability, und damit auch auf die Markenbotschaft.
  • Viele Firmen haben ein auf dem Internet basierendes Geschäftsmodell oder nutzen dieses wenigstens als einen von mehreren Vertriebswegen. Gibt man seine eigene Webpräsenz zugunsten einer Präsenz in einer Social Media Plattformen auf, liefert man sich dieser aus. Das könnten nachteilige Änderungen der AGB’s sein oder aber die Plattform verliert plötzlich die Gunst des Publikums.
Eine eigene Webseite macht also auch weiterhin Sinn. Sie wird aber in ihrer Bedeutung verlieren und nur noch ein Kommunikationkanal unter mehreren sein. Für einzelne Kampagnen macht es unter Umständen Sinn, ob nicht auch eine Seite bei Facebook als Kampagnenseite dienen kann. Allerdings mit den oben genannten Nachteilen.

Werden die Kunden wiederentdeckt?

Mittwoch, September 8th, 2010

Ich bin gerade auf dem Presseportal über eine Pressemitteilung des Wettbewerbs Deutschlands kundenorientiertester Dienstleister gestolpert. Demnach entdecken viele Firmen den Kunden, und zwar branchenübergreifend. Der Mitteilung nach analysieren und erfassen inzwischen drei von vier Unternehmen verstärkt die Kundenwünsche und -meinungen.

Ich frage mich, ist das eventuell eine Konsequenz der Sozialen Medien? Firmen können es sich immer weniger leisten, ihre Kunden zu ignorieren, denn diesen stehen inzwischen zahlreiche Foren und Plattformen zur Verfügung, ihre Meinung über und Erfahrungen mit Firmen einer große Öffentlichkeit kundzutun.

Der Link auf die Pressemitteilung:

http://www.presseportal.de/pm/63684/1677984/deutschlands_kundenorientierteste_dienstleister

Was ist los in der Webanalyse-Branche?

Freitag, September 3rd, 2010

Angefangen hat Adobe. Der Konzern hat vor wenigen Monaten Omniture übernommen, den Provider des Webanalyse-Tools SiteCatalyst. Vor wenigen Wochen dann die Mitteilung, dass Adobe auch das kleine aber feine schweizer Unternehmen Day mit seinem erfolgreichen Contentmanagementsystem (CMS) Communiqué übernommen hat. Adobe scheint sich nicht mehr nur mit der Contenterstellung zufrieden zu geben, sondern möchte diesen in Zukunft wohl auch verbreiten (und natürlich die Verbreitung messen).

Zurück zur Webanalyse: nach Adobe folgte IBM, die in kurzer Zeit erst Coremetrics, dann Unica übernommen haben. Unica selbst hatte erst vor 2 bis 3 Jahren das Webanalysetool NetInsight gekauft. Warum IBM sich allerdings gleich zwei Systeme einverleibt, bleibt Spekulation. Allerdings ist Coremetrics ein reines Webanalysewerkzeug, während Unica im Marketingbereich eher einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt. So gesehene halten sich die Überschneidungen beider Unternehmen in Grenzen.

Nun hat es auch den europäischen bzw. holländischen Anbieter Nedstat mit seinem Produkt Sitestat erwischt. Gestern wurde bekannt, dass er von comScore übernommen wird. comScore würde ich in die gleich Kategorie wie Unica einordnen, so dass ein Webanalyse-Tool wie Sitestat ganz gut in das bereits bestehende Produktportfolio an Marketing-Werkzeugen passt. Aber so nimmt die Zahl der unabhängigen Toolprovider in der Webanalyse zunehmend an (mir fallen da z.B. noch Webtrends, AT Internet und der deutsche Anbieter Webtrekk ein).

Was hat diese Welle an Übernahmen nun aber zu bedeuten? Ich sehe vor allem zwei Entwicklungen:

  • Die Bedeutung von Webanalyse als Controllinginstrument zur Unterstützung des Marketings hat extrem zugenommen. Egal ob New oder Old Economy, die Zeiten, in denen die Webseite nur die Funktion einer digitalen Broschüre hatte, sind entgültig vorbei. Gut, gilt wieder nicht für alle Unternehmen, einige werden es nie begreifen.
  • Der Onlinekanal – egal ob für Kommunikation, Marketing oder Vertrieb – wird nicht mehr isoliert gesehen. Firmen wie Unica, nun IBM und comScore haben erkannt, dass sich die Onlineaktivitäten in einem Unternehemen nicht isoliert von allen anderen Branding-, Marketing- und Werbeaktivitäten betrachten lassen. Jeder Kanal beeinflusst die anderen und diesen Einfluss möchte man messen und bewerten können!

Die Webanalysten dürfte diese Entwicklung freuen, ihre Branche erfährt derzeit eine gehörige Aufwertung.

Old

Donnerstag, Juli 23rd, 2009

Seit dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahre 2001 h?rt man kaum mehr den Begriff Old Economy. Das finde ich schade, denn ich finde diesen Begriff immer noch passend, wenn es darum geht, Firmen zu beschreiben, deren Gesch?ftsmodell sich noch ohne den Einfluss des Internets entwickelt hat. Spannend finde ich vor allem, wie diese Firmen sich nun durch das Internet ver?ndern.

Gestern fiel mir eine Meldung der Onlineversion der Financial Times Deutschland (ftd.de) ins Auge, dass die Allianz den Betrieb ihres Onlinevertriebs Allianz24 auf Druck ihrer Vermittler einstellen wird. Ich bin mir sicher, dass die Allianz einen Weg finden wird, trotzdem am Onlinegesch?ft teilzunehmen, unter welchem Namen auch immer. Trotzdem f?llt das Beharrungsverm?gen solcher bestehender Vertriebsstrukturen auf, gegen die selbst eine Allianz scheinbar nicht machtlos ist.

Ein anderes Beispiel ist Quelle. Als klassischer Versandhandel w?re die Firma eigentlich pr?destiniert f?r das Internet-Zeitalter. Alle Prozesse sind (oder sollten) perfekt f?r einen Onlinevertrieb passen. Aber da scheint jemand etwas ganz geh?rig verschlafen zu haben, denn Quelle geh?rt mit zu den Firmen, die nun mit Steuergeldern k?nstlich am Leben gehalten werden.

Aber es gibt auch Beispiele, die nicht nur den Wechsel in das Internet-Zeitalter gemeistert haben, sondern davon auch m?chtig profitieren. Auf einem Kongress im Fr?hjahr (emetrics summit in M?nchen) hatte ich einen Vortrag aus dem Hause Baur gelauscht. ?hnlich zu Quelle erwirtschaftet dieser fr?here, traditionsreiche Katalogversender nun den gr??ten Anteil ?ber seinen Onlinevertrieb. Darf man den Aussagen des Referenten glauben schenken, dann entwickelt sich das Gesch?ft ?ber das Internet pr?chtig. Baur, so scheint es, hat den ?bergang zum gro?en Onlineshop geschafft.

In der Ausgabe der WuV (Werben und Verkaufen) Nr. 24 vom 12 Juni 2009, dem Fachblatt der Werbebranche hatte ich k?rzlich ein Interview mit Konstantin Sixt gelesen. Dieser hat den Onlinebereich des bekannten Autovermieters aufgebaut. Nach seinen Aussagen von macht dieser Vertriebsweg bei Sixt inzwischen 40 bis 50% des Gesamtgesch?fts aus. Im Privatkundenbereich werden anscheinend sogar 60 % Anteil am Gesch?ft ?ber das Internet erreicht.

Es gibt also Beispiele von Firmen, die das Internet nicht als Bedrohung, sondern als Chance sehen und inzwischen gutes Geld damit verdienen. Die immensen Summen an Steuergeldern, die derzeit in Firmen gepumpt werden, deren Management-Etagen diese Entwicklung schlichtweg verschlafen haben, werden meiner Ansicht nach in anderen Bereichen viel dringender ben?tigt. Wie w?re es zum Beispiel mit Bildung und Forschung?

Die

Donnerstag, September 25th, 2008

Mich w?rde einmal interessieren, wer in gr??eren Firmen die Verantwortung f?r IT-Projekte im Allgemeinen und Online-Projekte im Speziellen tr?gt. Ich vermute fast, dass es oft die IT statt des zust?ndigen Fachbereichs ist (oder zumindest den Anspruch darauf erhebt). Diese Situation scheint weit verbreitet zu sein. In allen Firmen, die ich in meiner bisherigen Laufbahn kennengelernt habe, herrschte ein Kampf zwischen der IT und dem Rest der internen Firmenwelt. Es eght dabei fast immer um Kompetenz, Budget und letztendlich um die Verantwortung f?r Online-Projekte mit ihrem hohem Anteil an IT-Leistungen.

Um ein Beispiel zu nennen, dass zwar gut und gerne 10 Jahre her ist, aber die Situation im Alltag zwischen IT und Fachbereich gut widerspiegelt: In meiner Agenturzeit hatten wir einen Kunden, einen gro?en IT-Dienstleister, f?r den wir eine Internetseite erstellen sollten. Das haben wir als Internetagentur nat?rlich gerne gemacht, aber die Sache hatte einen Haken: die interne IT dieser Firma hatte es ?ber Jahre nicht geschafft, einen Internetauftritt f?r das eigene Haus zu erstellen! Die Gr?nde kenne ich nicht, die spielen in diesem Zusammenhang aber auch keine Rolle.

Jedenfalls hatte die Marketingabteilung dieser Firma uns als Agentur damit beauftragt, eine entsprechende Internetpr?senz zu erstellen. Soweit ich mich erinnere, ist das auch binnen vier Wochen geschehen. Damit war die neue Website aber noch nicht online. Der Prozess dauerte wegen wiederholtem Einspruch und Boykott der firmeninternen IT noch Monate und bedurfte weiterer drei (3!) kompletter Redesigns der Webseite. Die Marketingleute weigerten sich beharrlich, das Thema wegen offensichtlicher Unf?higkeit weiter bei der interner IT zu belassen, die IT-ler ihrerseits verweigerten daufhin ihre Unterst?tzung bei der Inbetriebnahme der Webseite. Eine Pattsituation, die der Firma einiges an Geld gekostet haben d?rfte.

Meine Frage ist daher, sind interne IT-Abteilungen in gr??eren Firmen nun die Experten, die andere Abteilungen in Ihrer Arbeit unterst?tzen, oder sind sie eher als Bremser und Blockierer einzustufen. Besonders bei Themen rund um Onlinemarketing, -vertrieb und Web 2.0 d?rften meines Erachtens vor allem Marketing- oder Vertriebsabteilungen betroffen sein. W?hrend man als Privatmensch die technische Basis eines Newsletters, eines Blogs oder eines Podcasts dank zahlreicher Open Source-Produkte binnen weniger Tage aufgesetzt und in Betrieb genommen hat, dauern solche “Projekte” in Firmen oft Monate und verschlingen irrsinnige Budgets.

Die Gr?nde sind meiner Erfahrung nach sehr vielf?ltig:

  1. Online-Projekte gelten wegen ihrer gro?en Au?enwirkung gemeinhin als sehr Prestige-tr?chtig, daher entwickelt sich oft ein Kampf um Zust?ndigkeit und damit um das Budget.
  2. IT-Abteilungen sehen gerne nur die rein technische Seite dieser Projekte und leiten daraus die Zust?ndigkeit f?r sich selbst ab. F?r sie ist ein Projekt dann erfolgreich, wenn das daraus entstandene System m?glichst stabil und einigerma?en performant l?uft. Ob es auch genutzt wird bzw. das angestrebte Gesch?ft bringt spielt eine untergeordnete Rolle.
  3. in der Argumentation versteckt sich die IT gerne hinter sogenannten Sicherheitsbedenken und vertuscht so fehlendes Know-how im oft hochspezialisierten Bereich des E-Business. Sicherheit ist im Internet ein wichtiges Thema, daher sollte eine IT L?sungen bieten k?nnen, die den Anforderungen der Fachabteilungen gen?gen und die gleichzeitig sicher sind.
  4. Was im Internet z?hlt ist Schnelligkeit und eine gewisse Portion Verspieltheit. Man probiert Dinge oft nur aus und schaut , ob sie funktionieren oder nicht. Wenn nicht, dann schmei?t man notfalls auch mal etwas weg. Ein Vorgehen, dass IT-Abteilungen ein Graus sein d?rfte. Da muss penibelst versioniert und dokumentiert werden.
  5. Der Einsatz von Open Source Software wird grunds?tzlich als suspekt eingestuft, dabei fehlt oft nur das Know-how, mit solcher Art von Software umzugehen. Au?erdem kann kein Lieferant haftbar gemacht werden, falls die Software nicht l?uft.
  6. gibt es weitere Gr?nde?

Die Situation ist sicherlich etwas polemisch und ?berspitzt dargestellt. Dennoch glaube ich, dass es sich genau so in vielen, wenn nicht sogar den meisten gr??eren Firmen mit interner IT darstellt. Gro?e Firmen der sogenannten Old Economy sind meines Erachtens f?r erfolgreiches E-Business zu langsam und zu unflexibel.

Corporate

Donnerstag, Februar 21st, 2008

Yesterday evening I went to a panel discussion about web 2.0 and it’s influence on corporate communication and public relations. It took place at the Literaturhaus in Munich, which is by the way a quite nice location for such events and was organized by the PR agency Fink & Fuchs. The event startet with a speech by Prof. Zerfa? of the Universit?t Leipzig to get an overview about the current development in web 2.0 and was followed by a discussion. To see the official program and the speakers, please visit the website of the event.

I made no notes because we were told to get all the information afterwards within a few days, but I want to list some of the discussed and most interesting points:

  1. Like it is in North America today, the trend goes from textbased corporate information to the usage of more multimedia elements like video clips.
  2. The hype about web 2.0 and the used technologies for it will slow down. Blogs and Wikis are not that important than we were told by the (classical) media itself. Lots of people using blogs and wikis passively, but don’t write for them.
  3. Blogs and Wikis and all the other web 2.0 stuff won’t replace the existing channels for corporate communication and public relation. They are simply new and additional channels.
  4. Which of the new channels are supported or not should be analysed very carefully because of short resources (people, budget). They don’t expand in the same way like the amount of communications channels. It was said too, that it’s normally not necessary and reasonable to support all of them.
  5. Communication via web 2.0 can hardly be controlled by companies. Therefore this tools will force them to more honesty and sincereness.

The panel discussion itself looses a bit the focus on coporate communications and stressed the influence from web 2.0 on print media, which was quite sad. But I want to mention one interesting points out of this: Like companies, the publishers are forced to a certain sincereness and back to a kind of well-founded journalism to demarcate from user generated content. This was seen as big chance for the established publishers.

One thing I want to add by myself: my point of view is that no company can decide wether it will participate in Web 2.0 or not. It’s already a part of it.

Old

Mittwoch, Februar 6th, 2008

After the crash of the stock markets and the death of many dotcoms around 2001 we don’t hear the expression of old economy and new economy very often. But both of them still exist. The difference between the two kinds of companies is not that the business model is based on the internet or not, or if the CEO wears sports shoes and jeans instead of a business dress.

The difference now is more how a company handles their relation to customers, business partners and employees. In short, if a company opens up itself or rises some metaphorical firewalls around their boundaries. A way to open up is the internet and what today is called web 2.0.

After reading a lot of books like The Long Tail, Wikinomics or currently the Cluetrain Manifesto I’m more and more convinced, that the kind of communication and collaboration between a company and their environment will change dramatically over the time. Lots of companies, which are not able or not want to follow these changes will die. And all of them are from the socalled old economy. The reasons and many examples are explained in the mentioned books.

Interesting times ahead of us.

Communities für Jeden

Mittwoch, November 21st, 2007

Microsoft möchte scheinbar einen größeren Anteil am social internet. Nach ihrem Engagement an der Community Facebook stellt Microsoft nun einen neuen Service bereit: Jede(r) kann nun seine oder ihre eigene Community aufbauen und zwar mit einem Tool namens Community Builder. Erstaunlich ist dabei, dass der Dienst kostenlos ist. Für mich zeigt dies den Druck durch Open Source Projekte auf Software Hersteller. Wird eine solche Software von der Internet Gemeinde gebraucht, ist es meist nur eine Frage der Zeit, bis es eine solche Software auch frei verfügbar gibt. Microsoft scheint dies zu wissen und verlangt daher nichts für den Dienst. Sogar der Source Code scheint frei verfügbar zu sein. Weitere Informationen finden sich unter http://dev.live.com/.

Online Marketing vom Feinsten

Freitag, November 16th, 2007

Wer zur Zeit gezwungen ist das sogenannte Mobilitätsportal der Deutschen Bahn aufzurufen um herauszufinden, ob er am nächsten Tag überhaupt ins Büro kommt, bekommt vom Global Player noch einen weiteren Service dazu: mit jedem Seitenaufruf darf man diese beschissenen Popupfensterchen mit Werbung wegklicken.

Ich dachte immer, dass die Deutsche Bahn ihr Geld damit verdient, Menschen und Güter von einem Punkt zum anderen zu transportieren, aber scheinbar liege ich da falsch. Wer aber mit seiner Werbung eine große Reichweite erzielen möchte, der sollte seine Werbung auf dem Mobilitätsportal der Bahn schalten. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das so die richtige Umgebung ist. Aber ich verstehe nun, warum die Deutsche Bahn kein Interesse an der Beendigung des Streiks der Lokführer hat: Ein perfektes Mittel um Pageviews zu erzeugen.