Social Media ist das Thema unserer Zeit, Versicherungen dagegen ungefähr das Langsweiligste, was man sich vorstellen kann. Das gilt für die Unternehmen wie auch für deren Produkte. Keiner will sie, jeder braucht sie (zumindest einige davon).
Wie die Themen Versicherungen und Social Media doch zusammenpassen erklärten gestern Vertreter der Allianz Deutschland und der R+V bzw. deren Tochter, der R+V24. Das Engagement der Allianz in Sozialen Medien lässt sich aus deren Vertriebsmodell erklären: die Allianz-Vertreter waren schon seit jeher Teil einer lokalen Community. Das Unternehmensmodell der R+V dagegen basiert auf Genossenschaften, also einer Gemeinschaft aus Gleichgesinnten. Was liegt also näher als dieses Modell in das Web 2.0 zu übertragen.
Beide Vertreter der Unternehmen präsentierten gestern weder best practises noch imponierten sie die rund 200 Gäste mit tollen Kampagnen. Statt dessen schilderten beide den steinigen Weg in Richtung Sozialer Medien durch die internen Entscheidungsgremien ihrer Firmen. Die Erkenntnis, dass es den Kollegen in anderen Firmen auch nicht besser geht als einem selbst hat durchaus etwas Beruhigendes.
Die Zielplattformen, mit denen beide Firmen am aktivsten experimentieren sind derzeit Facebook und Twitter. Wobei zumindest die Allianz Deutschland die Plattformen je nach Zielsetzung trennt: Facebook für den Bereich Marketing und Twitter als Kommunikationskanal für die Unternehmenskommunikation.
Das Event wurde vom Social Media Club München (SMCMUC) organisiert und fand im angenehmen Ambiente des zentral gelegenen Restaurants Moccar Pompidou statt. An dieser Stelle einen Dank an die Organisatoren! Weitere Veranstaltungen des Social Media Clubs München werden entweder über die entsprechende Xing-Gruppe, die Facebookseite oder über Twitter bekannt gegeben. Soll also keiner sagen, er hätte nichts mitbekommen!
Social Media Club München im Netz:
Einen ausführlichen Bericht vom Abend (mit Bildern) findet sich unter:
http://smcmuc.posterous.com/social-media-in-der-versicherungsbranche-smcm