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Gelesen: Advanced Web Metrics mit Google Analytics vom Brian Clifton

Dienstag, Februar 8th, 2011

Vor einiger Zeit hatte ich das Buch Web Analytics von Marco Hassler gelesen. Eine Rezension zu dem Buch hatte auf diesem Bolog veröffentlicht: Gelesen: Web Analytics von Marco Hassler. Hasslers gibt eine Einführung in die Webanalyse, und versucht, nicht zu sehr auf einzelne Tools einzugehen. Wegen der einfachen Verfügbarkeit bezieht er sich mit seinen Beispielen allerdings öfters auf Google Analytics und widmet dem Tool gemeinsam mit dem Analysetool von Yahoo ein eigenes Kapitel. Dank Hasslers Buch habe ich erst angefangen, mich näher mit Google Analytics zu beschäftigen. Da kam mir das Angebot vom mitp-Verlag gerade Recht, für ein Freiexemplar von Brian Cliftons Advanced Web Metrics mit Google Analytics eine weitere Rezension zu schreiben.

Google Analytics ist von seinem Funktionsumfang, wenn man ihn ausreizt, vielen kommerziellen Analysetools ebenbürtig. Das Tool selbst steht jedem Webseiten-Betreiber kostenfrei zur Verfügung. Die freie Verfügbarkeit ist auch ein Grund dafür, dass es zahlreiche Quellen zur Benutzung des Tools gibt. Dazu zählen zum Beispiel Blogs oder Bücher wie z.B. Timo Adens Google Analytics oder eben Brian Cliftons Advanced Web Metrics mit Google Analytics. Ein riesengroßer Vorteil gegenüber den Tools der Mitbewerber, und wohl mit ein Grund für die Beliebtheit und starke Verbreitung des Werkzeugs. Viele Hersteller kommerzieller Analysetool konzentrieren sich meiner Ansicht nach zu sehr auf Großkunden und vernachlässigen kleine und mittelständische Firmen zu sehr. Neben Google Analytics stehen diesen kaum eine kostengünstige, intuitiv bedienbare Lösungen zur Verfügung.

Allerdings steht Google Analytics seit Jahren unter Beschuss deutscher Datenschützer. Auf die jüngste, sehr öffentlichkeitswirksame Debatte um abgebrochene Verhandlungen zwischen dem Hamburger Datenschutzbeauftragten und Google gehe ich hier nicht ein, näher dazu findet sich auf dem Blog eControlling von Markus Vollmert (z.B. Artikel Google Analytics und Datenschutz in 2011). Um so interessanter, dass Clifton sehr stark auf die Thematik Datenschutz eingeht. Clifton zufolge ist der Datenschutz eines der zentralen Anliegen der Firma Google. Eine gute Portion gesunder Skepsis dürfte trotzdem angebracht sein. Man sollte die laufende Diskussion schon alleine aus dem Grund verfolgen, um eventuelle juristische Konsequenzen durch den Einsatz des Tools zu vermeiden. Andererseits reagiert Google immer sehr schnell mit technischen Lösungen wie das Opt-out-Plugin für diverse Browser oder die Anonymisierung der gespeicherten IP-Adressen.

Was mir immer ein Rätsel war, warum Google ein solch mächtiges Tool überhaupt kostenfrei anbietet, während andere Softwarehersteller für gleichwertige Tools recht hohe Lizenzgebühren verlangen. Auch dafütr findet Clifton eine Erklärung, denn Google  verdient sein Geld eben nicht mit dem Verkauf von Software, sondern mit Werbung. Google gibt mit seinem Analysetool Webseitenbetreibern ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie die Nutzung ihrer Webseiten verbessern können. Letztendlich verdient auch Google über diesen Umweg wieder mehr, zum Beispiel mit seinem äußerst erfolgreichen Werbenetzwerk Google Adwords.

Clifton geht in diesem ersten Teil des Buches sehr ausführlich auf diese Diskussionen ein. Er erklärt sehr detailiert die zum Einsatz kommende Technik, bevor er sich dem Tool und seiner Nutzung widmet. Ich persönlich finde die sehr ausführliche Einführung in das Thema recht spannend, für andere Leser, die sich vielleicht gleich mit dem Einsatz von Google Analytics beschäftigen möchten, mag dieser Vorspann eventuell ein wenig zu lang sein. Aber man kann ja weiterblättern.

Die folgenden drei Teile des Buches beschäftigen sich dann mit der Software an sich. Dem Streifzug durch die zahlreichen Benutzeroberflächen und Funktionen folgt eine detailierte Anleitung zur Implementierung von Goolge Analytics bzw. des sogenannten Tracking Codes. Im vierten und letzten Teil des Buches widmet sich der Autor der Interpretation der Daten. Dass sich Clifton so ausführlich mit der Auswertung der Daten beschäftigt, kommt nicht von ungefähr, denn Webanalyse ist deutlich mehr als das Sammeln von Daten. Mit dem reinen Sammeln und Horten von Daten ist nämlich erst einmal gar nichts gewonnen! Nur wer diese Daten auch sinnvoll auswertet und die richtigen Schlüsse aus den Messungen zieht, kann für die Optimierung  seiner Webseite wertvolle Hinweise gewinnen und die Nutzung steigern. Und wie so oft im Leben: weniger ist oft mehr. Denn wer bei dem Funktionsumfamg seines Analysetools – und das gilt wieder für alle Tools – nicht in Lage ist, sich auf die wesentlichen Daten zu konzentrieren, wird den Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen.

Unter diesem Aspekt ist “Advanced Web Metrics mit Google Analytics” nicht nur ein reines Anwenderhandbuch für Google Analytics, sondern liefert eine Menge Grundlagenwissen zum Einsatz von Webanalyse zur Optimierung der eigenen Webseite.

Jobsuche mit dem Internet, einige Erfahrungen

Donnerstag, Februar 3rd, 2011

Dass die Suche nach einem neuen Job eine sehr diskrete Angelegenheit ist liegt in der Natur der Sache. Daher findet man kaum Erfahrungsberichte darüber, ob und wie die Suche nach einem neuen Job mit Hilfe des Internets funktioniert. Eine zentrale Rolle spielen dabei angeblich die großen Jobportale. Ob sich die Suche darüber aber lohnt, oder sogar eine kostenpflichtige Mitgliedschaft in enem der großen Portale von Nutzen ist, dazu findet man kaum Informationen. Da ich meinen Jobwechsel gerade erfolgreich vollzogen habe, möchte ich einige Erfahrungen teilen.

Inzwischen findet ja nicht nur die Suche nach einem neuen Arbeitgeber über das Internet statt, sondern der gesamte Bewerbungsprozess wird unterstützt. Es gibt zwar noch Arbeitgeber, meist Behörden,  die im Stellenteil einer Zeitung (zusätzlich) annoncieren, dieser Weg dürfte aber eher die Ausnahme darstellen. Hat man eine interessante Stellenausschreibung gefunden, erwarten die meisten Firmen auch eine Bewerbung per Internet, also meist über Email. Demgegenüber stehen die großen Portale zur Stellensuche. Dazu zählen Portale wie monster.de, stepstone.de, experteeer.de und placement24.de. Einige sind für Bewerber kostenfrei, andere verlangen einen Beitrag zum Beispiel für den Zugriff auf Stellenanzeigen.  Meinem Eindruck nach haben aber alle Portale eins gemeinsam: Sie locken mit einer erstaunlich großen Auswahl angeblich offener Stellen.

Meine Erfahrung mit diversen Jobportalen

Eine Erfahrung gleich vorweg: diese Portale haben mir bei der Suche nach offenen und interessanten Stellen am wenigsten gebracht. Es benötigt einen relativ großen Aufwand, sein Profil dort ordentlich einzurichten. So muss man zum Beispiel die Daten seines  Lebenslaufs meist in kleine Eingabefelder reinschreiben oder kopieren.  Einfacher wäre es, den Lebenslauf einfach per Datei, z.B. PDF einzuspielen. Das kann man zwar zusätzlich tun, aber um das Ausfüllen der nervigen Onlineformulare kommt man auf diesen Plattformen trotzdem nicht herum.

Besonders geärgert hat mich übrigends die Plattform placement24.de. Geblendet durch eine angebliche Kooperation (oder  nur Werbung?) mit der Süddeutschen Zeitung hatte ich diese Plattform als recht  seriös eingestuft. Aber kaum zahlendes Mitglied auf dieser Plattform geworden, hätte ich gleich noch mehr dafür bezahlen müssen, damit mein Profil sogenannten Headhuntern auch präsentiert wird. Ich konnte keinen Unterschied zwischen der kostenfreien Mitgliedschaft und der als zahlendes Mitglied erkennen. Insgesamt hatten sich in einem Jahr 2 Personalberater mein Profil angesehen.

Genauso ärgerlich die Suche nach offenen Stellen bei placement24.de: Obwohl ich bei der Suche in den Suchkriterien Begriffe aus dem Bereich Onlinemarketing und Webanalyse eingegeben hatte, bekam ich Stellen als Bauleiter oder Jurist angeboten. Die Qualität dieser Suche ist meiner Meinung nach mehr als miserabel (und ich behaupten, dass ich mit Suchen im Internet einigermaßen umgehen kann). Die mir angebotenen Stellen hatten oft nicht einmal im Entferntesten etwas mit dem von mir gesuchten Bereich zu tun. Vor allem bekam ich die immer gleichen uund unpassenden Stellen über Monate angezeigt.

Erwähnenswert auch experteer.de: das Portal fällt dadurch auf, dass die dort ausgeschriebenen Stellen mit sehr hohen und verlockenden Gehältern ausgeschrieben sind. Die am interessantesten erscheinenden Stellen sind aber nur zugreifbar, wenn man in dem Portal zahlendes Mitglied ist. experteer.de bietet zwar eine sehr ausgefeilte Suche bzw. Filteroptionen, um die Menge der offenen Stellen nach den eigenen Anforderungen und Wünschen einzuschränken, aber die Menge der angeblich offenen Stellen war mir doch immer noch zu groß. Jede Bewerbung, wenn man sie denn ernst nimmt, ist ja doch auch mit einem recht hohen zeitlichen Aufwand verbunden.

Bei den Bezahl-Portalen ist mir außerdem noch aufgefallen, dass sich in den ersten Tagen nach meiner Anmeldung (immer erst mit kostenfreiem Basisaccount) gleich zwei, drei Headhunter mein Profil angesehen haben. Man bekommt das Gefühl, da geht was! Ist man dann aber über einen längeren Zeitraum Mitglied, schaut nie wieder jemand das angelegte Profil an, ganz zu schweigen von echten Kontakten zu Firmen oder Personalberatern. Hat eigentlich schon mal jemand tatsächlich eine Stelle über eines dieser Portale gefunden? Würde mich echt interessieren.

Mir haben die Jobportale außer einer Menge Arbeit rein gar nichts gebracht. So zumindest meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke.

Weitere seltsame Erfahrungen habe ich mit einem Jobvermittler namens Computer Futures gemacht. Eine große, anscheinend international tätige Personalberatung, die sich auf den IT-Bereich speziallisiert hat. Ich hatte mich auf eine über diese Beratung ausgeschriebene Stelle beworben. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals eine Reaktion auf diese Bewerbung erhalten hätte. Und obwohl ich in der Bewerbung darauf hingewiesen hatte, dass für mich nur eine Festanstellung im Raum München in Frage kommt, erhalte ich nun seit Monaten fast täglich Angebote für meist freiberufliche Tätigkeiten irgendwo in Deutschland.

Enttäuschend im Verhalten mit Bewerbern waren auch einzelne große Firmen, bei denen ich mich direkt beworben hatte. Bei einigen muss man sich über Onlineplattformen bewerben, die ähnlich denen der Jobportale recht sperrig sind. Außerdem war es auch eine sehr interessante Erfahrung, wie manche Firmen mit Bewerbern umgehen: Von einigen habe ich außer einer automatisierten Eingangsbestätigung meiner Bewerbung über Monate – zum Teil bis heute – nichts mehr gehört.  Da scheint selbst eine zweizeilige Absage per Zweizeiler zuviel Arbeit zu sein. Aber man ist ja nicht nur Bewerber, sondern oft auch Kunde und der Eindruck bleibt.

Wie funktioniert nun die Stellensuche im Internet?

Die meisten und auch konstruktivsten Kontakte zu Personalberatern hatte ich ehrlicherweise über mein Xing-Profil. Auch die Jobangebote über Xing waren deutlich interessanter für mich (liegt jetzt vielleicht auch ein wenig am Bereich). Was mir da allerdings gefehlt hat, war die Möglichkeit, eine eigene Suchanfrage anzulegen und zu speichern um sich z.B.  die neuesten Angebote wöchentlich zuschicken zu lassen. Aber ein gut gepflegtes Profil auf Xing ist allemal mehr wert als die Mitgliedschaft in einem dieser Jobportale.

Die allermeisten Firmen schreiben ihre offenen Stellen außerdem auf ihrer eigenen Webseiten aus. Meiner Ansicht nach macht es also durchaus Sinn, diese Webseiten von besonders interessanten Firmen von Zeit zu Zeit zu besuchen und nach neuen Ausschreibungen zu schauen. Mit einigermaßen ordentlich angelegten  Bookmarks hat man schnell eine große Zahl von Seiten überprüft.

Besonders nützlich war für mich Suche über die Stellensuchmaschine jobturbo.de. Diese Suchmaschine sammelt nicht nur die frei zugänglichen Jobangebote diverser Plattformen ein, sondern scheint auch die Webseiten von Firmen direkt nach offenen Stellen abzugrasen. Ich weiß nicht, wer hinter dieser Suchmaschine steht und wie die Kollegen es schaffen, aber keine Stellenauschreibungen einer Firma oder eines Jobportals, die nicht über auch über jobturbo.de tickerte. Ich habe diese Stellenagebote zur Überprüfung der Aktualität zwar noch auf der jeweiligen Firmenwebseite verifiziert, aber über diese Suche hatte ich mit Abstand die interessantesten Treffer. Dazu gehört übrigens auch meine aktuelle Stelle :-)

Die ersten WAA-Zertifizierungen in Deutschland

Dienstag, Februar 1st, 2011

Markus Vollmert von der Firma luna-park berichtet auf seinem Webanalyse Blog eControlling über das Ergebnis der ersten in Deutschland durchgeführten Zertifizierung zum Webanalysten der WAA (Web Analytics Association). Der Termin fand am 14. Dezember 2010 in Berlin statt.

Von den 14 Teilnehmern haben nur 9 die Prüfung bestanden, darunter auch Markus Vollmert. Gratulation! Die doch recht hoch erscheinende Durchfallquote lässt erahnen, dass die Prüfung einiges an Wissen verlangt und man das Zertifikat nicht geschenkt bekommt. Näheres dazu im Blogpost von Markus Vollmert:

http://www.econtrolling.de/201101/waa-zertifiziert-deutsche-web-analysten/

Ich hatte letzten Dezember ehrlicherweise gekniffen, aber die Anreise nach Berlin war mir dann  doch zu aufwendig. Markus Vollmert schreibt aber, dass evtl. geplant sei, einen weiteren Zertifizierungstermin im Rahmen des anstehenden emetrics summit 2011 Anfang April hier in München anzubieten. Das wäre doch die Gelegenheit!

Digitalisieren von Dias

Samstag, Januar 29th, 2011

Auckland

Auckland, Neuseeland von der Wand abfotografiert.

Die Süddetusche berichtet in ihrer heutigen Wochenendausgabe ausführlichst über das geänderte Verhalten im Umgang mit Fotos und Bildern. Während man früher liebevoll Bilder ausgesucht und in Fotoalben geklebt hat, verschwinden diese heute in digitaler Form auf irgendwelchen CD’s oder Festplatten oder irgendwo im Internet. Jedenfalls bleiben sie unbeachtet. Schuld ist natürlich mal wieder das Internet und die Digicams, mit denen wahllos drauflosgeschossen wird. Gute alte Zeit!

Witzigerweise habe ich gestern versucht, meine seit Jahren im Keller schlummernden (und dort vergessenen) Diasammlungen zahlreicher Reisen zu digitaliseren. Da mir spezielle Dia-Scanner immer noch zu teuer sind (vor allem die Guten) und der Weg über Papierabzüge doch sehr aufwendig und letztlich genauso teuer ist, habe ich versucht, die Bilder einfach mit der Digitalkamera von der Wand abzufototgrafieren.

Das Ergebnis ist leider nicht sehr befriedigend. Das Abfotografieren war zwar einfacher als gedacht, es geht auch recht zügig, aber die Farben der Bilder sind etwas enttäuschend. Liegt aber vermutlich daran, dass ich keine richtige Leinwand verwendet habe, sondern die Dias einfach an die weiße Wand geworfen habe. Mit einer guten, reflektierenden Leinwand könnte das Ergebnis  tatsächlich ganz gut werden.

Aber lohnt es sich noch, sich eine solche Leinwand anzuschaffen? Ich fürchte nicht. Da ändert auch die Süddeutsche nichts mehr dran.

Tongariro

Tongariro Nationalpark

Twitter versteht mich …

Montag, Januar 10th, 2011

error message twitter

… nutzt aber nix. Aber immerhin, ich fühle mich verstanden.

(Gescheiterte Anmeldung auf  twitter.com)

e-Commerce und Webanalyse studieren

Montag, Januar 10th, 2011

Ralf Haberich berichtet auf seinem Blog webanalyticsblog über den für das kommende Wintersemester 2011/2012 an der Fachhochschule Wedel geplanten Studiengang eCommerce. Die Fachhochschule bietet den neuen Studiengang in Kooperation mit der Otto Group an und wird laut Ralf Haberich auch das Thema Webanalyse abdecken.

Weitere Infos zum Studiengang finen sich direkt auf der Webseite der FH Wedel.

Winter, hat auch seine schönen Seiten

Donnerstag, Dezember 16th, 2010

Lake Ammersee (6) in Winter 

Wenn nur der Weg zur Arbeit nicht wär :-(

Google Analytics anonymisieren oder gleich ganz blocken

Dienstag, Dezember 14th, 2010

Das kostenfrei verfügbare Webanalysetool Google Analytics ist bei vielen Webseitenbetreibern sehr beliebt. Es bietet eine Fülle von Möglichkeiten zur Messung des Benutzerverhaltens auf einer Webseite und kann mit seinem Funktionsumfang kommerziellen Tools durchaus das Wasser reichen. Klar, dass nicht nur private Webseiten den tracking code von Google Analytics enthalten, sondern auch viele Firmen dieses Werkzeug einsetzen.

Im Gegenzug ist Google Analytics deutschen Datenschützern seit einiger Zeit ein Dorn im Auge. So steht Google immer wieder im Verdacht, die gesammelten Daten der Nutzer mit anderen Diensten aus dem eigenen Haus zusammenzuführen und soll so angeblich in der Lage sein, sehr detailierte Nutzerprofile zu erstellen. Streitpunkt in dieser Diskussion ist immer wieder die Frage, ob die IP-Adresse des Rechners, mit dem auf eine Webseite zugegriffen wird, zu den personenbezogenen Daten zählt, oder nicht. Ein Zuordnung dieser IP-Nummer zu einem Computers, nicht zu einer Person, ist theoretisch denkbar. Dazu benötigt man allerdings nicht nur die IP-Adresse, sondern auch den Zugriff auf die Verbindungsdaten z.B. eines Providers. Diesen Zugriff hat weder Google, noch ein Webseitenbetreiber.

Google hat aber auf die Bedenken der deutschen Datenschützer reagiert und bietet zwei Möglichkeiten, sich dem Datensammeln über Google Analytics zu entziehen:

  • Einmal hat der Surfer im Netz selbst die Möglichkeit, das Datensammeln durch Google Analytics pauschal zu unterbinden. Nutzt man die gängigeren Browser kann man mit Hilfe eines installierbaren Browser-Plugins die Google Analytics Scripte deaktivieren. Das Plugin gibt es unter http://tools.google.com/dlpage/gaoptout.
  • Eine andere, smartere Variante bietet Google den Webseitenbetreibern an. Mit einer im tracking code zusätzlich eingefügten Javascript-Funktion ‘_anonymizeIp()‘ lässt sich die IP-Adresse anonymisieren. Wie das geht beschreibt Markus Vollmert (sein Blog über Webanalyse: eControlling) in dem Artikel Webanalyse datenschutzkonform betreiben: Google Analytics anonymisieren des Printmagazins t3n. Mit der Funktion wird der letzte Nummernblock einer IP-Adresse nicht mehr gespeichert. Eine Zuordnung der verbleibenden IP-Nummer zu einem Rechner ist damit nicht mehr möglich.

Eins muss man Google lassen, die Firma reagiert sehr schnell mit praktikablen Lösungen auf die Kritik der Datenschützer. Nun liegt es vor allem an den Webseitenbetreibern, dieses Angebot auch zu nutzen.

Eine Flut von Spam-Kommentaren

Montag, Dezember 13th, 2010

Keine Ahnung woran es liegt, aber seit einigen Wochen wird mein Blog mit Spam-Kommentaren geflutet. Die meisten enthalten Links auf Seiten mit den einschlägig bekannten pharmazeutischen Produkten. Das nervt.

Aber dem WordPress-Plugin Askimet sei Dank wurden inzwischen über 13.000 Spam-Kommentare blockiert. Bisher habe ich die Kommentare meist noch gesichtet und den ein oder anderen ernstgemeinten Beitrag aus dem Spam-Pool gefischt. Inzwischen lösche ich aber alle als Spam markierten Kommentare ungesichtet. Tut mir Leid, sollte dabei ein ernsthafter Beitrag eines Lesers mit über den Jordan gehen, sorry.

Seit mein Blog im vergangenen Juli gehacked wurde, achte ich auch peinlichst darauf, dass WordPress und die verwendeten Plugins immer auf dem neuesten Stand sind. Ein Großteil der älteren Artikel konnte ich immer noch nicht wieder herstellen (viele habe ich ehrlicherweise gelöscht).

Stilblüten aus Phishing-Mails

Dienstag, Dezember 7th, 2010

Wer kann da noch widerstehen, die anhängende Datei zu öffnen:

Sehr geehrter PayPal-Mitglied,

Für die Sicherheit Ihres Kontos benötigen wir ein Profil zu aktualisieren.
Bitte laden Sie die Datei im Anhang dieser Email.

HINWEIS: Ihr Konto kann automatisch begrenzt werden auf Versagen
der Aktualisierung Ihres Profils. Bitte gehen Sie sofort.

Mit freundlichen Grüßen,
Customer Service.

Da geh’ ich doch besser sofort ;-)