Es rührt sich wieder was in virtuellen Welten

Wie ich kürzlich der Mitteilung einer LinkedIn-Gruppe (Virtual Worlds) entnommen habe, soll die virtuelle Welt There (there.com) vor Kurzen untergegangen sein (die Webseite funktioniert zumindest noch). Da ich dort nie Mitglied war, habe ich die Meldung nicht überprüft. Dafür bietet Mitbewerber LindenLab für sein Second Life die 2er-Version seines Viewers als Beta seit ein paar Tagen zum Download an. Das musste ich natürlich gleich ausprobieren (ja, ich bin ab und zu noch in Second Life unterwegs). Der Viewer funktionierte auf Anhieb ohne Probleme, auch die Benutzerführung ist deutlich intuitiver als bei der Vorgä?ngerversion geworden.

Es tut sich aber auch auf anderer Ebene etwas. Die aktuelle Ausgabe der ix (Heft März 2010) des Heise Verlags berichtet über verschiedene Webkonferenz-Tools. Zusätzlich zum Artikel findet sich ein kleiner Exkurs über Second Life und dessen Nutzung als Kollaborationstool für virtuelle Teams. Das IT-Fachmagazin berichtet über 1.400 Organisationen (Firmen, Universitäten, etc.), die Second Life bereits für Meetings, Präsentationen und Schulungen nutzen. Ziel ist dabei die Reduzierung von Reisekosten und die Möglichkeit, sich spontan “treffen” zu können. Diese Aktivitäten finden natürlich meist in geschlossenen Bereichen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ich bin ja immer noch davon überzeugt das virtuelle Welten dieser Art sich hervorragend zur Kommunikation via Internet eignen. Ganz dem Gartner Hype Cycle folgend, entwickeln sich nun langsam aber sicher die ernsthaften Anwendungen in Second Life. Und zwar unbeobachtet von Journalisten und der großen Öffentlichkeit. Die sind wohl alle gerade am twittern.

Totgesagte leben länger.

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