Referenten und Beschreibung des Inhalts zu finden unter:
http://www.medientage.de/kongress/programm/programmdetail.html?panel=307
Oder es bewegt sich doch nichts. Bleibenden Eindruck hat mal wieder die Präsentation von Videoclips hinterlassen, die einfach nicht laufen wollten. Keine Präsentation zu diesem Thema, in der nicht fieberhaft ein Techniker gesucht wird, der dann hektisch versucht, die kleinen Filmchen zum Laufen zu bringen.
Auch sonst hatte die Präsentation nicht viel zu bieten. Das sich der virale Effekt lustiger Filmchen irgendwann abnutzt und die Produzenten gezwungen sind, jedes Mal noch einen draufzusetzen um den gleichen Effekt zu erzielen ist genauso eine Binsenweisheit wie die Tatsache, das die Nachahmung eines einmal erfolgreichen Konzepts nicht funktionieren kann. Ansonsten beschränkten sich die Tipps der Expertenrunden darauf, immer schön authentisch zu bleiben und relevante Inhalte zu liefern. Die Rahmenbedingungen für Bullshit-Bingo waren also ideal.
Als einigermaßen nützliche Information habe ich für mich mitgenommen, dass für eine erfolgreiche Kampagne auf Basis solcher Clips das Seeding ein wichtige Rolle spielt, also das Setzen von Keimen in eine fruchtbare Umgebung. Das können z.B. bekannt Blogger sein, die in eine solche Kampagne einbezogen werden. Taugt allerdings der Clip nichts, wird auch das Seeding nichts nützen. Ob sich Erfolg einstellt oder nicht, lässt sich kaum steuern noch vorhersagen. Gezeigt (wenn sie denn liefen) wurden natürlich nur erfolgreiche Beispiele einiger der Firmen. Ein Erfolgsfaktor für Kampagnen ist jedenfalls ein medienübergreifendes Konzept und keine isolierte Einzelaktion. Das ist aber leichter gesagt als getan denn ich rede mir auch in meiner Firma den Mund fusselig.
Neben der Lobhudelei wurden dann doch noch einige negative Begleiterscheinungen der Werbung mit den kleinen Videofilmchen diskutiert. So z.B. die fehlenden Interaktivität innerhalb der Filme sowie die Ausblendung jeglicher Werbung, schaut man sich die Clips im Vollbildmodus an. Verschieden Lösungen wie Pre-, Mid- oder PostrollAds wurden angesprochen, also das Einblenden von Werbebotschaften vor, im oder nach dem Clip.
Jedenfalls hatte ich mich geärgert, dass ich mich nicht für die Veranstaltung Semantisches Web, Cloud Computing. IPv6 des Panels Internet entschieden hatte. Von den Bewegtbildern hatte ich mir eindeutig mehr erwartet. Als begeisterter Konsument von Videopodcasts konnte ich thematisch keine Verbindung herstellen zwischen dem aktuellen Trend und dieser Diskussion. Einzig vielleicht die Tatsache, dass User Generated Content gegenüber professionellen Produktionen angeblich an Boden verliert. Der frühe Erfolg der Amateurfilmchen wurde darauf zurückgeführt, dass einfach keine professionellen Alternativen zur Verfügung standen, eine Argumentation, die ich nachvollziehen kann. Die Zeit der Wackelbilder scheint vorbei. Damit steigen natürlich auch die Anforderungen an Amateur-Produktionen, bedeutet meiner Ansicht nach aber nicht, dass diese nun wieder verschwinden werden.
Als einzigster Referent machte Jean Pierre Fumagalli (CEO der Firma smartclip) einen guten Eindruck auf mich. Statt permanent die große Zukunft des Bewegtbildes zu beschwören scheint er tatsächlich eine realistische Einschätzung des Marktes zu haben und sieht auch die Probleme, die in nächster Zukunft zu lösen sind, soll diese Werbeform eine Zukunft haben.
Als Fazit bleibt, Bewegtbild ist das Topthema für 2010. Aber war es das nicht schon 2009, 2008, …?













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[…] Was bewegt: die Zukunft der Video-Werbung Der seit Jahren angekündigte Trend fürs nächste Jahr […]