Archive for November, 2009

Webanalytics Wednesday in München

Dienstag, November 24th, 2009

So richtig viele Leser habe ich auf meinem Blog ja nicht, aber vielleicht stolpert der ein oder andere ja doch über die Mitteilung: Einige Webanalytics-Interessierte planen für kommenden Februar (2010) in München einen Webanalytics Wednesday. Das sind eher lockere und informelle Treffen für alle Leute, die sich mit Webanalyse beschäftigen oder sich auch nur dafür interessieren.

Zur Zeit läuft auf meinem Xing-Profil über Doodle eine kleine Umfrage zur Terminfindung. Sobald der Termin feststeht kümmere ich mich um den Raum. Ich versuche, einen möglichst zentralen Veranstaltungsort in München zu finden. Vorschläge und Ideen sind natürlich immer willkommen. Die Teilnahme ist übrigens kostenlos und verpflichtet zu nichts.

Mein Profil bei Xing: https://www.xing.com/profile/Thomas_Schmidt103

Dritte Veranstaltung des Social Media Clubs München, SMCMUC

Mittwoch, November 18th, 2009

Gestern (Dienstag, den 17. November 2009) fand die dritte Veranstaltung des Social Media Clubs München statt. Gastgeber war der Bayerische Rundfunk, das Thema war Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in und mit Sozialen Medien. Als Referentin berichtete Carmen Hillebrand über die Aktivitäten der Firma Vodafone. Vodafone nutzt die Neuen Medien auf unterschiedliche Weise. So dienen der eigene Blog (unter http://blog.vodafone.de/) als auch Twitter (http://www.twitter.com/vodafone_de) der Unternehmenskommunikation, während die großen Netzwerke wie Facebook, StudiVZ und MySpace mehr dem Marketing der Firma dienen.

Carmen Hillebrand – die kurzfristig für einen Kollegen einsprang – gab unumwunden zu, dass in der Vergangenheit nicht jede Kampagne optimal verlief. Bekannt wurde die Kampagne “Es ist Deine Zeit” unter anderem durch den Streit um die Blogggerin Schnutinger, die sich nach dem Vorwurf der Käuflichkeit wegen zum Teil sehr persönlicher Anfeindungen gegen ihre Person nicht nur aus der Werbekampagne, sondern gleich ganz aus dem Internet zurückzog.

Egal, wie man nun zu einem solchen Engagement der Firma Vodafone in den “Sozialen Medien” steht, diese Firma bringt zumindest den Mut auf, mit den neune Kommunikationskanälen zu experimentieren. Da es kaum Erfahrungswerte gibt, bleibt es natürlich nicht aus, dass Fehler gemacht werden. Aber wo sollen die Erfahrungswerte sonst auch herkommen?

Das Interesse im Publikum war jedenfalls sehr groß, denn die anschließende Diskussion dauerte länger als der eigentliche Vortrag.

Was mich bei der Veranstaltungsreihe des Social Media Club München beeindruckt, ist nicht nur das große Interesse an den einzelnen Veranstaltungen, sondern auch das Engagement der Organisatoren, die aus ihrem Interesse an den “Neuen Medien” heraus einiges an Zeit in die Vorbereitung der einzelnen Veranstaltungen investieren dürften. Der SMC München ist meines Wissens ein (noch) recht lockerer Verbund an “Social Media”-Enthusiasten ohne großen organisatorischen Überbau. Mal sehen, wie lange das durchgehalten werden kann.

Wer sich informieren möchte, in Xing gibt es eine eigene Gruppe (https://www.xing.com/net/smcm/) dazu, über die man sich weiter informieren kann.

Was bewegt: Die Zukunft der Videowerbung

Donnerstag, November 5th, 2009

Referenten und Beschreibung des Inhalts zu finden unter:
http://www.medientage.de/kongress/programm/programmdetail.html?panel=307

Oder es bewegt sich doch nichts. Bleibenden Eindruck hat mal wieder die Präsentation von Videoclips hinterlassen, die einfach nicht laufen wollten. Keine Präsentation zu diesem Thema, in der nicht fieberhaft ein Techniker gesucht wird, der dann hektisch versucht, die kleinen Filmchen zum Laufen zu bringen.

Auch sonst hatte die Präsentation nicht viel zu bieten. Das sich der virale Effekt lustiger Filmchen irgendwann abnutzt und die Produzenten gezwungen sind, jedes Mal noch einen draufzusetzen um den gleichen Effekt zu erzielen ist genauso eine Binsenweisheit wie die Tatsache, das die Nachahmung eines einmal erfolgreichen Konzepts nicht funktionieren kann. Ansonsten beschränkten sich die Tipps der Expertenrunden darauf, immer schön authentisch zu bleiben und relevante Inhalte zu liefern. Die Rahmenbedingungen für Bullshit-Bingo waren also ideal.

Als einigermaßen nützliche Information habe ich für mich mitgenommen, dass für eine erfolgreiche Kampagne auf Basis solcher Clips das Seeding ein wichtige Rolle spielt, also das Setzen von Keimen in eine fruchtbare Umgebung. Das können z.B. bekannt Blogger sein, die in eine solche Kampagne einbezogen werden. Taugt allerdings der Clip nichts, wird auch das Seeding nichts nützen. Ob sich Erfolg einstellt oder nicht, lässt sich weder steuern noch vorhersagen. Gezeigt (wenn sie denn liefen) wurden natürlich nur erfolgreiche Beispiele einiger der Firmen. Ein Erfolgsfaktor für Kampagnen ist jedenfalls ein medienübergreifendes Konzept und keine isolierte Einzelaktion. Das ist aber leichter gesagt als getan denn ich rede mir auch in meiner Firma den Mund fusselig.

Neben der Lobhudelei wurden dann doch noch einige negative Begleiterscheinungen der Werbung mit den kleinen Videofilmchen diskutiert. So z.B. die fehlenden Interaktivität innerhalb der Filme sowie die Ausblendung jeglicher Werbung, schaut man sich die Clips im Vollbildmodus an. Verschieden Lösungen wie Pre-, Mid- oder PostrollAds wurden angesprochen, also das Einblenden von Werbebotschaften vor, im oder nach dem Clip.

Jedenfalls hatte ich mich geärgert, dass ich mich nicht für die Veranstaltung Semantisches Web, Cloud Computing. IPv6 des Panels Internet entschieden hatte. Von den Bewegtbildern hatte ich mir eindeutig mehr erwartet. Als begeisterter Konsument von Videopodcasts konnte ich thematisch keine Verbindung herstellen zwischen dem aktuellen Trend und dieser Diskussion. Einzig vielleicht die Tatsache, dass User Generated Content gegenüber professionellen Produktionen angeblich an Boden verliert. Der frühe Erfolg der Amateurfilmchen wurde darauf zurückgeführt, dass einfach keine professionellen Alternativen zur Verfügung standen, eine Argumentation, die ich nachvollziehen kann. Die Zeit der Wackelbilder scheint vorbei. Damit steigen natürlich auch die Anforderungen an Amateur-Produktionen, bedeutet meiner Ansicht nach aber nicht, dass diese nun wieder verschwinden werden.

Als einzigster Referent machte Jean Pierre Fumagalli (CEO der Firma smartclip) einen guten Eindruck auf mich. Statt permanent die große Zukunft des Bewegtbildes zu beschwören scheint er tatsächlich eine realistische Einschätzung des Marktes zu haben und sieht auch die Probleme, die in nächster Zukunft zu lösen sind, soll diese Werbeform eine Zukunft haben.

Als Fazit bleibt, Bewegtbild ist das Topthema für 2010. Aber war es das nicht schon 2009, 2008, …?

Zum Showdown zwischen den klassischen Medien und dem Internet

Mittwoch, November 4th, 2009

Referenten und Beschreibung des Inhalts zu finden unter:
http://www.medientage.de/kongress/programm/programmdetail.html?panel=103

Kurz gesagt ging es im Onlinegipfel um den Einfluss des Internets auf die Mediennutzung der Deutschen und damit auf die klassischen Medien. Wie ich ja bereits im einführenden Post geschrieben hatte, war dies für mich der Grundtenor der gesamten Veranstaltung.

Aber von Anfang an: Die Keynote (also die Einführungsrede) hielt der Londoner Suranga Chandratillake, Gründer und CEO der Videosuchmaschine blinkx. Ich weiß nicht woran es liegt, aber die Referenten aus dem angloamerikanischen Raum sind einfach begnadete Redner. Kurzweilig und sehr bildhaft versuchte er die aktuelle Situation der klassischen Medien herzuleiten. Er ging zurück in die 40er und 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, als das Radio die Medienwelt umkrempelte. Auch damals taten sich vor allem die Zeitungsverleger sehr schwer mit dem neuen Medium, dass mit ihnen um das Publikum konkurrierte. Er sprach vom Radio als der Zeitung, die durch die Mauern kommt (the newspaper through the wall). Jedenfalls sieht Chandratillake Parallelen zu unserer jetzigen Zeit und der Konkurrenz, die das Internet plötzlich den klassischen Medien macht (diesmal auch dem Radio). Der Umgang mit diesem neuen Medium muss schlichtweg erst gelernt werden.

Die Diskussion konzentrierte sich im weiteren Verlauf auf Zeitungsverlage (Tagespresse), die unter dem Verlust von Werbeeinnahmen besonders betroffen zu sein scheint. Jedenfalls haben die Zeitungsverlage durch die für den Nutzer kostenfreie Weitergabe ihrer Inhalte irre Reichweiten erzeugt. Diese Reichweite wird ihnen nun aber nicht in Form von adäquater Werbeeinahmen vergütet. An dem Modell scheint also grundsätzlich etwas nicht zu funktionieren. Diese Kostenlos-Kultur habe ich eh’ nie ganz verstanden. Noch weniger verstehe ich, den Internet-Nutzern ihr Nutzerverhalten nun auch noch vorzuwerfen. Wenn ich irgendwo etwas umsonst bekomme sage ich nicht nein. Meines Erachtens haben sich die Verlage ihre missliche Lage selbst zuzuschreiben.

Als Abonnent der Süddeutschen Zeitung (betrifft eigentlich jede Zeitung oder Zeitschrift, aber die Süddeutsche Zeitung war durch ihren Chefredakteur vertreten) kann ich nicht verstehen, warum ich Nachrichten nur in Form bedruckten Papiers erhalten kann und nicht z.B. auch in Form einer digitalen Version für meinen eReader (ohne gleich noch einen Vertrag mit irgendeinen Netzanbieter schließen zu müssen) oder durch Zugang zu einem geschlossenen Bereich eines Internetportals. Der Vertrag, den ich mit dem Abonnement eingehe, gleicht eher einem Liefervertrag für ein Bündel Papier, statt einem Anspruch auf qualitativ hochwertige Artikel. Die gibt’s derzeit kostenlos im Internet.

Selbst die neuen eReader werden vom Verlagswesen anscheinend als Bedrohung wahrgenommen. Klar ist es ein Problem, wenn sich ein Onlinehändler zwischen Contentproduzent (Zeitung) und Contentnutzer (Leser) schiebt und für die Verbreitung der Inhalte kassiert und die Produzenten außen vor lässt. Diese Entwicklung zeichnet sich ja derzeit mit Amazons eReader Kindle ab, der nur Inhalte über eine von Amazon vorgegebene Plattform erhalten kann. Andererseits ist aber so gut wie keine ernsthafte Initiative zu erkennen, mit der z.B. deutsche (oder auch europäische) Verleger eine Plattform schaffen, über die sie ihre Inhalte auch digital für eReader verbreiten könnten. Europäische Produkte gibt es dagegen mit dem iLiad schon länger bzw. stehen mit dem textr in den Startlöchern.

Genauso wenig nachvollziehbar ist für mich die Angst vor den angeblich mächtigen Suchmaschinen. Sie schaffen derzeit erst den Zugang zu den Inhalten für die breite Masse der Nutzer. Allerdings bröckelt auch diese Vormachtsstellung der Suchmaschinen, denn die Informationssuche der Nutzer findet zunehmend über die sozialen Netzwerke (social communities) statt.

In der Diskussion hatte mir ehrlicherweise nur Axel Schmiegelow gefallen. Während alle anderen Diskussionsteilnehmer überspitzt dargestellt Zwangsabgaben ähnlich dem öffentlich-rechtlichen Gebührenmodell, ein Leistungsschutzrecht oder schlichtweg Verbote der Nutzung ihrer Inhalte forderten, rief er die Anwesenden zu mehr Ideen und Innovation auf. Firmen wie Google oder Amazon wegen ihrer smarten und erfolgreichen Geschäftsmodelle zu verurteilen und zu verteufeln kann nicht die Lösung der aktuellen Krise bringen. Außerdem nannte er aus der Verlagsbranche zwei erfolgreiche, und sehr traditionsreiche Beispiele, die den Übergang ins Internetzeitalter geschafft haben: das Wall Street Journal und der Economist.

Die nächsten Jahre bleiben spannend, auch für uns als Medien- und Internetnutzer. Jedenfalls war in den Veranstaltungen, die ich besuchte, von MUT nicht viel zu spüren. MUT stand für Medien und Transformation und war der Untertitel der diesjährigen Medientage München.

Immer noch die alte Frage: Wie verdient man mit Social Communities Geld?

Dienstag, November 3rd, 2009

Referenten und Beschreibung des Inhalts:
http://www.medientage.de/kongress/programm/programmdetail.html?panel=406

Seit Jahren werden Geschäftsmodelle diskutiert, wie man mit Social Communities Geld verdienen kann. So ganz klar scheint das in Deutschland noch nicht zu sein. Neben der offensichtlichen Einnahmequelle Werbung zeichnen sich Möglichkeiten sowohl für E-Commerce als auch im Handel mit virtuellen Gütern ab. Vor allem letzteres spielt vor allem im asiatischen Raum eine große Rolle. Eine Sonderrolle nimmt in Deutschland das Business-Netzwerk Xing ein. Xing hat es entgegen dem Trend geschafft, mit einem Abo-Modell schwarze Zahlen zu schreiben (und das fast von Anfang an!). Ein weiterer Erfolgsfaktor von Xing liegt wohl auch in der hervorragenden Verbindung der On- zur Offline-Welt. Ein Aspekt, den andere Netzwerke immer noch vernachlässigen.

Vor allem bei den virtuellen Gütern hinken die deutschen Communities den internationalen Mitbewerbern hinter her. Neben digitalen Schwertern des Spiels World of Warcraft oder die neueste Mode in Second Life zählen zu den virtuellen Gütern übrigens auch Services und Anwendungen (neudeutsch Apps), welche in oder über die sozialen Netze eingekauft werden können. Einige der Referenten vertraten in der Diskussion deutsche Netzwerke wie StudiVZ oder Wer kennt wen?. Sie gaben unumwunden zu, die Entwicklung offener Schnittstellen zu ihren Netzen vernachlässigt zu haben und verloren so Boden (sprich Marktanteile) gegenüber den ausländischen Mitbewerbern, allen voran Facebook.

Kurze Erwähnung fand übrigens auch Second Life. Aktuell in den Medien kaum zu finden wächst die 3D-Community langsam aber sicher weiter. Es nehmen nicht nur die Nutzerzahlen zu , sondern vor allem der Umsatz der Linden Dollars. Totgesagte leben länger!

Äußerst bemerkenswert finde ich übrigens die Rolle, die Communities für ihre Nutzer zur Informationssuche spielen. Im Rahmen der Diskussion wurde die Zahl von 40% Anteil an der Informationsbeschaffung im Netz genannt, den Social Networks bereits heute haben. Und dieser Anteil wird wachsen, ganz klar zu Lasten der Suchmaschinen. Hier wird dürfte es in den nächsten Jahren ein Wechsel vom Suchmaschinenmarketing (inklusive des großen Marktes der Suchmaschinenoptimierer) hin zum Aufmerksamkeits- und Empfehlungsmarketing geben. Wie immer dieses aussehen mag, vielleicht eine Art Affiliatemarketing im kleinen Kreis? Nichts ist mehr wert als eine Empfehlung aus dem Bekanntenkreis. Ich in gespannt, welche Konzepte sich in den einzelnen Communities entwickeln bzw. sich durchsetzen werden. So nutzen einige Firmen bereits Fanseiten auf Facebook oder Myspace, um Subcommunities um ihre Produkte herum aufzubauen. Als Beispiele wurden Brands4Friends oder Haribo genannt. Das Einrichten solcher Firmen-Fanseiten lassen sich die Community-Betreiber natürlich bezahlen und haben so tatsächlich eine neue Einnahmequelle entdeckt.

Ich bin da ja etwas altbacken und glaube, dass gute Produkte oder gute Dienstleistungen die größten Vorteile in sozialen Netzen haben werden. Ganz im Sinne des Cluetrain Manifesto und damit auch im Sinne des Kunden.

Ein weiteres Problem für Communities d?rfte die schwache Bindung der Mitglieder zu ihrer Community sein. Viele von uns haben ihr Profil bereits bei mehreren Netzwerken hinterlegt und wechseln zwischen diesen Welten. Bestes Beispiel sind die Business-Netzwerke Xing und LinkedIn. Nicht wenige meiner Bekannten pflegen auf Xing ihr deutsches und auf LinkedIn ihr englisches Profil. Damit werden die Plattformen beliebig austauschbar und sind der Gunst ihrer Mitglieder ausgeliefert. (Warum gibt es eigentlich nicht die Möglichkeit, sein Profil gliech in mehreren Sprachen zu pflegen?)

Ein Aspekt, der in der Diskussion zu Tage kam und mir bisher so nicht bewusst war, ist die Tatsache, dass mit dem Erfolg meist nordamerikanischer Unternehmen im Markt der Suchmaschinen und Communities ein nicht unbeträchtlicher Teil der Werbeausgaben (auch Spendings genannt, die Werbeleute sind was die Verwurstelung der Sprache angeht nicht weniger grausam als IT-ler) ins Ausland abfließt, statt wie bisher der einheimischen Werbewirtschaft zu Gute kommt. Daher auch der Aufruf einiger Diskussionsteilnehmer an Verleger und Investoren, weiterhin im Markt der einheimischen Communities aktiv zu bleiben und damit einem weiteren Abwandern von Kapital ins Ausland entgegenzuwirken. Bekanntere Beispiele sind unter anderem StudiVZ, SchülerVZ, Lokalisten oder Wer-kennt-wen.

Was ich nicht ganz nachvollziehen konnte, war die Aussage, dass die Communities in direkter Konkurrenz zu den klassischen Medien und dem professionellen Journalismus stehen sollen. Ich sehe eher das Gegenteil, denn Communities erg?nzen meiner Ansicht nach die klassischen Medien hervorragend. Aber da überwiegen wohl noch die Berührungsängste. Mehr zu dem Thema in meiner Zusammenfassung zum Onlinegipfel.

Übrigens hatte ich hier vor fast zwei Jahren schon einmal einen Beitrag zu dem Thema gepostet: Wie verdient man mit einer Social Community Geld?

Rückblick auf meinen Medientag München

Montag, November 2nd, 2009

Zumindest bezogen auf Freitag, den 30. Oktober 2009, denn das war der Tag, an dem ich endlich einmal die Medientage hier in München besucht habe. Warum am Freitag? Das war der Tag mit den interessantesten Programmpunkten was die Onlinemedien betraf.

Neben dem Onlinegipfel, einer ca. eineinhalbstündigen und ausgesprochen interessanten Podiumsdiskussion zur Beziehung Zeitungsverlage - Internet besuchte ich am Vormittag noch die Veranstaltung des Panels Internet über Social Networks und Communities. Am Nachmittag musste ich mich zwischen zwei Veranstaltungen entscheiden: Einmal aus dem Panel Internet Semantisches Web, Cloud Computing. IPv6 und aus dem Panel Werbung “Was bewegt: Videowerbung”. Der höheren Relevanz für meinen Job wegen entschied ich mich für die Bewegtbilder. Leider (soviel nur vorab: Man glaubt nicht, dass selbst im Jahr 2009 Präsentationen noch davon geprägt sind, das Videos auf dem Präsentationsrechner nicht laufen wollen).

Über die gesamten drei Tage fanden verschiedenste Panels statt, die nach den unterschiedlichen Medientypen wie Fernsehen, Rundfunk, Film, Print oder eben Internet organisiert waren. Alleine diese Aufteilung spiegelt die scheinbar noch vorherrschende Denke der Medienbranchen wider, sich nicht nach Inhalten, sondern nach Produktionsprozessen zu definieren.

Das die professionellen Medienschaffenden in diesem Land immer noch nicht im Internetzeitalter angekommen sind, zeigte sich auch an den Inhalten der einzelnen Panels. So beschäftigte sich das Panel Internet erwartungsgemäß mit den neuesten Entwicklungen in diesem Bereich, aber alle anderen Panels waren meinem Eindruck nach dadurch geprägt, dass der Einfluss des Internets auf die jeweilige Sparte diskutiert wurde (und gemeinhin als Bedrohung wahrgenommen wird). Statt MUT (Medien und Transformation) herrschte meines Erachtens nach eher Untergangsstimmung.

Berichte über die von mir besuchten Veranstaltungen im Einzelnen (folgen in den nächsten Tagen):

Irgendwie zähle ich wohl nicht zu den Digital Natives, denn statt gleich von der Veranstaltung aus zu twittern, brauche ich immer noch einige Tage, um meine Eindrücke zu sammeln und zu ordnen. Wie ich gehört habe, bin ich damit ein Digital Immigrant. Ich hoffe nur, dass ich für das Internet keine Aufenthaltsgenehmigung beantragen muss.

Bilder aus der analogen Welt (Folge-5): Halloween

Sonntag, November 1st, 2009

Halloween
Kürbisse: es kommt drauf an, was man daraus macht ;-)