Was

Seit gut vier Jahren h?re ich Audiopodcasts von sogenannten Amateuren. Was mich daran fasziniert ist nicht nur die oft ausgezeichnete inhaltliche Qualit?t dieser Audiobeitr?ge, sondern was sich aus einzelnen dieser Produktionen ?ber die Zeit entwickelt hat. Aus einigen dieser Podcasts sind tats?chlich Firmen enstanden und sie haben den Amateur-Status l?ngst verloren. Aber wie haben die fr?heren Amateure das geschafft? Die Antwort darauf ist Community Management.

Die Produzenten haben es geschafft, um Ihren Podcast eine Gemeinschaft Interessierter zu versammeln. Und irgendwie haben sie es geschafft, aus dieser lockeren Gemeinschaft so etwas wie Kunden zu machen, die entweder f?r die gelieferten Inhalte bezahlen oder sich gleich die Expertise des Prodcastproduzenten einkaufen. Viele dieser Web2.0-Enthusiasten haben intuitiv richtig gemacht, an dem viele, oft selbsternannte Onlinemarketing-Profis scheitern. Sie haben die neuen Sozialen Medien als effektive Marketing-Instrumente genutzt. Und von diesen Ex-Amateuren kann man eine Menge lernen. Deshalb einige Beispiele, denen ich selbst zum Teil seit Jahren folge:

  1. Cornelius Fichtner und sein englischsprachiger Podcast zum Thema Projektmanagement: ThePMPodcast. Er hat sein Angebot inzwischen nicht nur um kostenpflichtige Premiuminhalte erweitert, sondern hat einen weiteren, komlett kostenpflichtigen Podcast herausgebracht: PMPrepcast. Cornelius Fichtner wird oft auch scherzhaft als “The Podfather of Project Management” bezeichnet. Eine nette Huldigung.
  2. Ein weiteres Beispiel aus dem englischsprachigen Raum ist Jason van Orden, der gleich mehrere Podcasts zum Thema Social Media Marketing herausbringt. Zu nennen sind PodcastingUnderground, Internet Business Mastery und neuerdings Mastering New Media Marketing (der PodcastingUnderground abgel?st hat).
  3. Ein Beispiel aus Deutschland ist Alexander Wunschel mit seinem Blick ?ber den Tellerrand, einem Podcast ?ber Onlinemarketing und eine gro?e Fangemeinde haben d?rfte.
  4. Aus Deutschland kommt auch Chris Marquardt, der sich nicht nur hierzulande, sondern auch in Nordamerika einen Namen als Experte f?r digitale Fotografie machen konnte. Mit der englischen Version seines Audio- und Videopodcasts Tips from the Topfloor hat er den Sprung ?ber den gro?en Teich geschafft. Die deutsche Version vermarktet er ?brigens unter dem Namen Happy Shooting.
  5. Noch ein sch?nes Beispiel, das mit den neuen Medien auch Themen bedient werden k?nnen, die nichts mit Technik zu tun haben, ist das Culinary Media Network. Chef Mark, ein fr?herer Hobbykoch aus New York, hat es mit seinen Audio- und Videobeitr?gen geschafft, ein gro?es, internationales Publikum f?r sich und sein Thema zu begeistern.

Community Management kann aber auch in einem kleineren Rahmen funktionieren. Man braucht nicht immer Blog, Podcast, Facebook-Gruppe und Twitter-Account. So ver?ffentlichen mehrere Magazine monatlich Audio-Podcasts mit Interviews der Autoren der jeweiligen Ausgabe. So z.B. Gardens Illustrated oder die Wissenschaftsmagazine Science, Nature und Scientific America. Das deutsche Wirtschaftsmagazin Brand eins nutzt die Gruppenfunktion von Xing. Dort k?nnen unter anderem die Themen der aktuellen Ausgabe diskutiert werden.

Erfolgreiche Beispiele wie man Community Management betreibt, gibt es also genug. In der n?heren Zukunft werden ich versuchen, die Mechanismen des Erfolgs weiter herauszuarbeiten. Erg?nzungen, Hinweise, Diskussionen zu diesem Thema sind immer willkommen.

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