Archive for Juli, 2009

Was

Dienstag, Juli 28th, 2009

Seit gut vier Jahren h?re ich Audiopodcasts von sogenannten Amateuren. Was mich daran fasziniert ist nicht nur die oft ausgezeichnete inhaltliche Qualit?t dieser Audiobeitr?ge, sondern was sich aus einzelnen dieser Produktionen ?ber die Zeit entwickelt hat. Aus einigen dieser Podcasts sind tats?chlich Firmen enstanden und sie haben den Amateur-Status l?ngst verloren. Aber wie haben die fr?heren Amateure das geschafft? Die Antwort darauf ist Community Management.

Die Produzenten haben es geschafft, um Ihren Podcast eine Gemeinschaft Interessierter zu versammeln. Und irgendwie haben sie es geschafft, aus dieser lockeren Gemeinschaft so etwas wie Kunden zu machen, die entweder f?r die gelieferten Inhalte bezahlen oder sich gleich die Expertise des Prodcastproduzenten einkaufen. Viele dieser Web2.0-Enthusiasten haben intuitiv richtig gemacht, an dem viele, oft selbsternannte Onlinemarketing-Profis scheitern. Sie haben die neuen Sozialen Medien als effektive Marketing-Instrumente genutzt. Und von diesen Ex-Amateuren kann man eine Menge lernen. Deshalb einige Beispiele, denen ich selbst zum Teil seit Jahren folge:

  1. Cornelius Fichtner und sein englischsprachiger Podcast zum Thema Projektmanagement: ThePMPodcast. Er hat sein Angebot inzwischen nicht nur um kostenpflichtige Premiuminhalte erweitert, sondern hat einen weiteren, komlett kostenpflichtigen Podcast herausgebracht: PMPrepcast. Cornelius Fichtner wird oft auch scherzhaft als “The Podfather of Project Management” bezeichnet. Eine nette Huldigung.
  2. Ein weiteres Beispiel aus dem englischsprachigen Raum ist Jason van Orden, der gleich mehrere Podcasts zum Thema Social Media Marketing herausbringt. Zu nennen sind PodcastingUnderground, Internet Business Mastery und neuerdings Mastering New Media Marketing (der PodcastingUnderground abgel?st hat).
  3. Ein Beispiel aus Deutschland ist Alexander Wunschel mit seinem Blick ?ber den Tellerrand, einem Podcast ?ber Onlinemarketing und eine gro?e Fangemeinde haben d?rfte.
  4. Aus Deutschland kommt auch Chris Marquardt, der sich nicht nur hierzulande, sondern auch in Nordamerika einen Namen als Experte f?r digitale Fotografie machen konnte. Mit der englischen Version seines Audio- und Videopodcasts Tips from the Topfloor hat er den Sprung ?ber den gro?en Teich geschafft. Die deutsche Version vermarktet er ?brigens unter dem Namen Happy Shooting.
  5. Noch ein sch?nes Beispiel, das mit den neuen Medien auch Themen bedient werden k?nnen, die nichts mit Technik zu tun haben, ist das Culinary Media Network. Chef Mark, ein fr?herer Hobbykoch aus New York, hat es mit seinen Audio- und Videobeitr?gen geschafft, ein gro?es, internationales Publikum f?r sich und sein Thema zu begeistern.

Community Management kann aber auch in einem kleineren Rahmen funktionieren. Man braucht nicht immer Blog, Podcast, Facebook-Gruppe und Twitter-Account. So ver?ffentlichen mehrere Magazine monatlich Audio-Podcasts mit Interviews der Autoren der jeweiligen Ausgabe. So z.B. Gardens Illustrated oder die Wissenschaftsmagazine Science, Nature und Scientific America. Das deutsche Wirtschaftsmagazin Brand eins nutzt die Gruppenfunktion von Xing. Dort k?nnen unter anderem die Themen der aktuellen Ausgabe diskutiert werden.

Erfolgreiche Beispiele wie man Community Management betreibt, gibt es also genug. In der n?heren Zukunft werden ich versuchen, die Mechanismen des Erfolgs weiter herauszuarbeiten. Erg?nzungen, Hinweise, Diskussionen zu diesem Thema sind immer willkommen.

Bilder aus der analogen Welt (Folge 2): Sommer

Montag, Juli 27th, 2009

Gelbe Sonnenschirme

Und mit etwas Glück auch Sonne!

Old

Donnerstag, Juli 23rd, 2009

Seit dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahre 2001 h?rt man kaum mehr den Begriff Old Economy. Das finde ich schade, denn ich finde diesen Begriff immer noch passend, wenn es darum geht, Firmen zu beschreiben, deren Gesch?ftsmodell sich noch ohne den Einfluss des Internets entwickelt hat. Spannend finde ich vor allem, wie diese Firmen sich nun durch das Internet ver?ndern.

Gestern fiel mir eine Meldung der Onlineversion der Financial Times Deutschland (ftd.de) ins Auge, dass die Allianz den Betrieb ihres Onlinevertriebs Allianz24 auf Druck ihrer Vermittler einstellen wird. Ich bin mir sicher, dass die Allianz einen Weg finden wird, trotzdem am Onlinegesch?ft teilzunehmen, unter welchem Namen auch immer. Trotzdem f?llt das Beharrungsverm?gen solcher bestehender Vertriebsstrukturen auf, gegen die selbst eine Allianz scheinbar nicht machtlos ist.

Ein anderes Beispiel ist Quelle. Als klassischer Versandhandel w?re die Firma eigentlich pr?destiniert f?r das Internet-Zeitalter. Alle Prozesse sind (oder sollten) perfekt f?r einen Onlinevertrieb passen. Aber da scheint jemand etwas ganz geh?rig verschlafen zu haben, denn Quelle geh?rt mit zu den Firmen, die nun mit Steuergeldern k?nstlich am Leben gehalten werden.

Aber es gibt auch Beispiele, die nicht nur den Wechsel in das Internet-Zeitalter gemeistert haben, sondern davon auch m?chtig profitieren. Auf einem Kongress im Fr?hjahr (emetrics summit in M?nchen) hatte ich einen Vortrag aus dem Hause Baur gelauscht. ?hnlich zu Quelle erwirtschaftet dieser fr?here, traditionsreiche Katalogversender nun den gr??ten Anteil ?ber seinen Onlinevertrieb. Darf man den Aussagen des Referenten glauben schenken, dann entwickelt sich das Gesch?ft ?ber das Internet pr?chtig. Baur, so scheint es, hat den ?bergang zum gro?en Onlineshop geschafft.

In der Ausgabe der WuV (Werben und Verkaufen) Nr. 24 vom 12 Juni 2009, dem Fachblatt der Werbebranche hatte ich k?rzlich ein Interview mit Konstantin Sixt gelesen. Dieser hat den Onlinebereich des bekannten Autovermieters aufgebaut. Nach seinen Aussagen von macht dieser Vertriebsweg bei Sixt inzwischen 40 bis 50% des Gesamtgesch?fts aus. Im Privatkundenbereich werden anscheinend sogar 60 % Anteil am Gesch?ft ?ber das Internet erreicht.

Es gibt also Beispiele von Firmen, die das Internet nicht als Bedrohung, sondern als Chance sehen und inzwischen gutes Geld damit verdienen. Die immensen Summen an Steuergeldern, die derzeit in Firmen gepumpt werden, deren Management-Etagen diese Entwicklung schlichtweg verschlafen haben, werden meiner Ansicht nach in anderen Bereichen viel dringender ben?tigt. Wie w?re es zum Beispiel mit Bildung und Forschung?

Bilder aus der analogen Welt (Folge 1): Energiesparlampen

Dienstag, Juli 14th, 2009

Es kommt darauf an, was man daraus macht!

Energiesparlampen

Gesehen in einem Hotel in Palermo, Sizilien.

Die

Montag, Juli 13th, 2009

Meinen Blog unter www.virtual-commerce.de betreibe ich ja etwas nachl?ssig. Schaue ich mir die letzten Monate an komme ich gerade mal auf ein oder zwei Beitr?ge pro Monat. Viel zu wenig um sich eine treue Leserschaft – neudeutsch Community – aufzubauen. Mir scheint zudem, dass Bloggen eh etwas aus der Mode gekommen ist, heutzutage wird getwittert (gemicrobloggt h?rt sich etwas spr?de an).

Aber es soll trotzdem weitergehen mit meinem Blog! Und zwar wieder mit deutlich h?herer Frequenz bei den Beitr?gen. Thematisch habe ich mich ja bereits von den virtuellen Welten gel?st und mich mehr dem Thema Web 2.0 und den sozialen Medien zugewandt. Mit letzteren besch?ftige ich mich bereits seit l?ngerer Zeit, besonders wenn es dabei um Marketing geht. Je l?nger ich mich aber damit befasse, desto mehr kristallisiert sich heraus, das Onlinemarketing in oder mit sozialen Medien nichts anderes als der Aufbau und die Pflege einer Gemeinschaft ist, die sich um ein Thema, ein Produkt oder eine Dienstleistung schart, Community Management also.

Kommunikationskan?le entstehen und vergehen immer schneller. Heute wird getwittert, was in ein paar Monaten oder vielleicht sogar Wochen kommen wird, wei? noch niemand. Beim Community Management spielt der einzelne Kommunikationskanal eine geringere Rolle, da sie gegeneinander austauschbar sind und sich im besten Fallen gegenseitig erg?nzen. Einige Beispiele hatte ich bereits auf diesem Blog genannt (z.B. ?ber die Radioshow Science Friday), weitere werden folgen.

In Zukunft werde ich mich also verst?rkt dem Thema Community Management widmen. Virtuelle Welten bleiben trotzdem interessant denn ich glaube immer noch, dass sie in naher Zukunft eines der Werkzeuge sein werden, mit denen man ein Community pflegen kann. Au?erdem m?chte ich mich dem Thema Community Management weniger theoretisch, sondern mehr praktisch n?hern: neben meinem eigentlich Job in meiner Firma werde ich ein weiteres, kleines Projekt starten, in dem ich einen Freund beim Aufbau eines Onlineshops unterst?tzen m?chte. Das gibt mir die M?glichkeit, Methoden des Social Media Marketing auszuprobieren, bei deren Einsatz mein Arbeitgeber naturgem?? etwas vorsichtiger vorgeht. ?ber dieses Projekt, die Erfahrungen die ich dort mache m?chte ich eben ?ber diesen Blog berichten.

Genau diese Berichte ?ber das Projekt m?chte ich als alter Podcast-Addict zudem mit Audiobeitr?gen erg?nzen. Nach nunmehr ?ber 4 Jahren als Konsument privater Podcasts reizt es mich zunehmend, selbst mit diesem Medium zu spielen. Einen Anfang habe ich bereits gemacht und eine Audiopodcast zum Thema Biotechnologie begonnen.

Ein weiteres Merkmal von Blogs ist ja die pers?nliche Note, mit der Themen behandelt werden. Und da ich neben meinem digitalen Leben auch Spa? an vielen realen Dingen habe, m?chte ich die trockenen Beitr?ge zum Community Management durch eine Reihe von Bildern aus der analogen Welt auflockern. Damit m?chte ich Kurioses, Am?santes, Bemerkenswertes oder auch nur Sch?nes zeigen. Alles sehr pers?nlich eben.