Was

Aber ob ich das Buch noch zu Ende lese ist fraglich. Denn je länger ich lese, desto mehr ärgere ich mich.

Magento ist der aktuelle Shooting Star der OpenSource-Szene. Dieses Tool ist eine professionelle Shop-Lösung und basiert auf PHP bzw. dem Zend Framework. Jedenfalls ist das Tool recht komplex und für einen Einsteiger wie mich nicht auf Anhieb zu durchschauen. Da die Community noch recht jung ist, sind die entsprechenden Websites, Blogs oder Diskussionsforen noch recht dünn gesät. Dafür hatten in diesem Frühjahr so ziemlich alle Verlage, die auch nur im entferntesten etwas mit Computer oder Internet zu tun haben, ein Buch zu Magento angekündigt.

Da ich derzeit für einen Bekannten auf der Suche nach einer Shop-Lösung bin, entschied ich mich für Webshops mit Magento von Alexander Steireif und Rouven Alexander Rieken. Inzwischen bin von diesem Buch aber ziemlich angenervt. Statt die Konzepte zu erklären, die Magento nutzt und diese noch mit gut gewählten Beispielen zu veranschaulichen, kommen mir die Beispiele ziemlich wahllos vor.

Eine meiner Hauptinteressen an Magento ist die Anpassung und Erweiterung des Shop-Layouts. Diesem Thema widmen die beiden Autoren gerade mal 20 von ca. 320 Seiten. Folgt man dem Beispiel, hat man zwar sein Eingabefeld für die Suche von rechts oben nach links unten in die Navigation verschoben, aber ich bezweifele, dass man nach den 20 Seiten in der Lage sein wird, eigene Anpassungen zu machen.

Eigentlich wollte ich mir mit dem Kauf eines Buches das Durcharbeiten des zwar frei verfügbaren, aber auf englisch herausgegebenen Design Guide sparen. Inzwischen denke ich aber, dass dieses Dokument zur Einarbeitung in Magento besser geeigent ist. Selbst wer mit dem Englischen nicht so vertraut ist, aber Satz-Ungetüme wie “Je nach dem, welche E-Mail-Vorlage Sie abändern möchten, müssen Sie die entsprechende E-Mail-Vorlage finden und abändern” (Seite 104, oben, erster Absatz) fördern nicht gerade die Verständlichkeit des deutschen Textes. Und derer Klöpse gibt es mehrere! Dabei kann die deutsche Sprache so präzise sein. Aber es scheint, dass der Verlag Galileo Computing bei diesem Buch auf das Lektorat zugunsten eines möglichst frühen Erscheinungstermins verzichtet hat. Hauptsache erster am Markt.

Fazit: Spart Euch das Geld – immerhin runde 30 Euro – und arbeitet Euch doch lieber durch den Design Guide von der offiziellen Magento-Website (http://www.magentocommerce.com/). Der Vollständigkeit halber doch noch den Link zum Blog vom Buch: www.einstieg-in-magento.de


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