Archive for April, 2009

Vermarktung

Mittwoch, April 29th, 2009

Wer Podcasts h?rt bekommt unweigerlich die Diskussion ?ber die M?glichkeiten zur Vermarktung von Podcasts mit. Dabei geht es darum, wie man seinen Podcast zu Geld machen kann, neudeutsch ihn zu monetarisieren. Kann man vom eigenen Podast vielleicht sogar leben? Alle Tr?umer dieser Welt holt Alexander Wunschel schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zur?ck, denn in seiner aktuellen Episode des Blicks ?ber den Tellerand (Blick 213) leitet er einen Wert f?r eine Stunde Aufmerksamkeit eines Mediennutzers her. Er kommt dabei auf einen erstaunlich geringen Betrag, n?mlich gerade mal ganze 20 Cent (also 0,20 Euro).

Damit relativieren sich die Einnahmem?glichkeiten ?ber Werbeeinblendungen in Podcasts. Beispielrechnung: Eine 30ig-min?tige Episode mit 1.000 Downloads k?me so auf 500 Stunden Aufmerksamkeit. Dies entspr?che einem monet?ren Wert von 500 x 0,20 Euro = 100,- Euro. Und selbst dieser Wert d?rfte eher theoretischer Natur sein, denn man muss f?r einen Podcast mit durchschnittlich 1.000 H?rern pro Episode erst einmal einen Werbepartner finden.

In diesem Beitrag geht es mir allerdings weniger darum, wie Alexander Wunschel auf diesen Wert kommt bzw. ob dieser ?berhaupt realistisch ist. Das kann er selbst besser – und auch plausibler – erkl?ren. Mir geht es eher um eine grunds?tzlichere Frage: warum m?chte man ?berhaupt mit seinem Podcast Geld verdienen? Zum Beispiel durch Werbeeinblendungen oder durch bezahlte Downloads?

Ich sehe den Wert von Podcastproduktionen ganz woanders:

  1. Einfach nur Spa?. In der gesamten Diskussion fehlt mir immer der Aspekt Spa?. Wer einen Podcast nur produziert, weil er meint, mit Werbeeinnahmen nach der dritten Episode seines Podcasts Geld verdienen zu k?nnen, sollte es besser wieder lassen. Ein Schluss, zu dem auch Annik Rubens (Schlaflos in M?nchen) in einem Interview mit Jan Ti?ler kommt. Das Interview ist schon ein, zwei Jahre her und ich konnte die Episode in Jan Ti?lers Online-Magazin leider nicht mehr finden (upload-magazin.de/podcast/).
  2. Neue und n?tzliche Kontakte. Wer auch immer ?ber ein spezielles Thema, z.B. ein Hobby, einen Podcast produziert, hat ?ber dieses Medium die Chance, sehr viele Gleichgesinnte um sich zu scharen und diese Kontakte auch zu pflegen. Der Podcast l?sst sich au?erdem durch entsprechende Gruppen in den bekannten sozialen Netzwerken erg?nzen, so dass die Ver?ffentlichung von Podcasts keine Kommunikation in nur eine Richtung bleiben muss.
  3. Selbstvermarktung. Sollte das Thema nicht gerade die Zucht von Kaninchen sein sondern aus einem professionellen Bereich stammen, so gibt es derzeit wohl kaum einen einfacheren Weg sich selbst als Experten f?r ein bestimmtes Themengebiet zu etablieren (au?er man erz?hlt nur Bl?dsinn, dann ist der Ruf wohl schnell dahin). Ein Beispiel daf?r sind die Wordnerds, drei Lehrer, die seit ?ber drei Jahren einen Podcast zur englischen Sprache ver?ffentlichen.
  4. Kunden- und Auftragsakquise. Schafft man es, ?ber einen langen Zeitraum eine hohe Qulait?t der Inhalte zu liefern, un das auch einigerma?en regelm??ig, besteht durchaus die M?glichkeit, einem Podcast zu Geld zu machen. Eine hohe Bekanntheit in einer Branche oder Expertise in einem Fachgebiet wird einem manche T?re ?ffnen und f?r Auftr?ge sorgen. Beste Bespiele sind wiederrum Alexander Wunschel mit seinem Blick ?ber den Tellerrand zu Onlinemarketing, aber auch Chris Marquardt mit seinen Podcasts Happy Shooting (deutsch) und Tips from the Topfloor (englisch) zur digitalen Photographie. Hervorragende Beispiele daf?r, was man mit Podcasts erreichen kann. Aber nur, und das ist schlechte Nachricht, wer ?ber Jahre ein hohes qualitatives Niveau halten kann und seinen Podcast professionell vermarktet.

Meiner Ansicht nach liegt der Gewinn, den man mit einem Podcast erzielen kann, also ganz woanders als in der direkten Vermarktung. Es spricht nat?rlich nichts dagegen, ?ber Werbefinanzierung den ein oder anderen Euro hinzu zu verdienen und so z.B. seine Kosten f?r die notwendige Infrastruktur zu decken. Mehr d?rfte aber nicht drin sein.

Kurzer Rückblick auf den emetrics summit 2009 in München

Freitag, April 24th, 2009

Die letzten beiden Tage fand hier in München die emetrics 09 statt, eine Konferenz zum Thema Webanalyse. Veranstalter ist die Web Analytics Association (WAA), eine Art Berufsverband der Webanalysten. Im Nachgang einige Eindrücke meinerseits zur Konferenz und zum drumherum.

  • Die Konferenz fand parallel zur SMX statt, das Treffen der SEO’ler und SEM’ler. Das sorgte zumindest bei mir f?r etwas Verwirrung, da nicht so ganz klar wo was stattfindet und wer wohin gehört (ich hab’s dann doch alles gefunden).
  • Überrascht hat mich ehrlicherweise die geringe Teilnehmerzahl der emtrics. Gefühlt standen den ca. 30 Teilnehmern der emetrics einige Hundert Suchmaschinenoptimierer gegenüber. Das hat wahrscheinlich zu meiner anfänglichen Verwirrung beigetragen hat. Jedenfalls stellte sich mir die Frage, ob das Thema Webanalytics (und die Chancen, die sich daraus ergeben) in Deutschland überhaupt schon angekommen ist.
  • Ein weiterer Eindruck war, dass wenig Anwender (wie ich) da waren, es überwogen die Anbieter und Berater der Webanalytics-Szene. Alleine unter Beratern! Allerdings kam in einer Gesprächsrunde am zweiten Tage dann doch noch raus, dass der ein oder andere Anwender bzw. Anwenderin im Auditorium saß.
  • Die Vorträge waren größtenteils interessant, handelten aber allesamt von Webseitenoptimierungen zur Steigerung von Konversionsraten. Vorträge zu Themen wie z.B. sinnvolle KPI’s für Intra- oder Extranets sowie Deutschland-spezifische Themen wie Datenschutz fehlten völlig.
  • Ein echtes Highlight war die Präsentation von Jim Sterne, nicht nur Organisator der emetrics sondern auch Gründer und aktueller Präsident der Web Analytcis Association. Für einen Amerikaner eigentlich erstaunlich, aber Verband als auch Konferenz haben eine ganz klare internationale Ausrichtung. Als Marketing-Fachmann bezog Jim Sterne dann auch auf die basics des Internethandels und rief die anwesende Gemeinde dazu auf, sich vom reinen Zahlen-Reporter zum Analysten zu entwickeln. Und wie das gehen soll, verriet er auch: nie aufhören (die richtigen) Fragen zu stellen.
  • Die Party hatte ich mir übrigens gespart.

Weitere Informationen zur emetrics gibt es

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Der social media Aggregator friendfeed

Dienstag, April 14th, 2009

Jeder von uns hat ja nicht nur seinen Blog, sondern ist noch Mitglied bei diversen Communities, sammelt und veröffentlicht Bilder oder Videos über die bekannten Plattformen und in letzter Zeit wird noch auf Teufel komm raus’ getwittert. Würde man alle Kanäle einigermaßen regelmäßig mit neuen Inhalten versorgen, die auch noch irgendeinen anderen Menschen interessieren sollen außer einem selbst, bliebe kaum mehr Zeit für das echte Leben.

Mit FriendFeed wird nun aber alles anders. Mit diesem Online-Dienst kann man nun alle seine digitalen Kanäle zusammenfassen. Das digitale Alter ego lässt sich so auf einen Blick erfassen (und natürlich wieder weiterverbreiten). Es lassen sich über 50 Dienste importieren. Dazu zählen natürlich so gut wie alle bekannten Plattformen wie Facebook, Flickr, LinkedIn, Twitter, Delicious, … .News-Aggregatoren wie Google Reader oder Netvibes werden nochmals weiter aggregiert. Und man kann natürlich auch auf FriendFeed Freunde sammeln. Für alle, die in den anderen Netzwerken nicht schon genug Freunde gefunden haben.

Das schöne aber, man veröffentlicht seine Beiträge wie gewohnt wo immer man will und FriendFeed aktualisiert sich von selbst. Schon so eine Art Meta-Aggregator. Wer sich anschauen möchte, wie das dann aussieht, hier mein FriendFeed: http://friendfeed.com/virtualcommerce.

Social

Dienstag, April 7th, 2009

In den USA hat sich schon vor l?ngerer Zeit eine Art Interessensgemeinschaft zum Thema Social Media gebildet, der Social Media Club. W?hrend in Hamburg bereits ein lokaler Ableger f?r Deutschland exisitert, hat Klaus Eck (Autor des Buchs Karrierefalle Internet und Blogger unter PR Blogger) erst k?rzlich die Gr?ndung eines weiteren Ablegers hier in M?nchen initiiert. Interessierte finden weitere Informationen auf seinem Blog PR Blogger oder ?ber die im Aufbau befindliche Gruppe auf Facebook.

Das erste Treffen scheint im Februar diesen Jahres schon stattgefunden zu haben, Info zu einem Folgetermin konnte ich noch keine finden.

Einen

Mittwoch, April 1st, 2009

Manche Leute scheinen vor Ideen und Kreativit?t geradezu zu spudeln. So auch Jens Wenzel mit seinem Podcast Ohrenblicke. T?ne und Ger?usche aus aller Welt zu witzigen und kurzweiligen Episoden zusammengestellt. Man ahnt die Arbeit nur, die hinter einem solchen Projekt steckt.
Da sollte jeder Podcastfreund mal ein paar Ohrenblicke verweilen!