Archive for Dezember, 2008

Nicht

Montag, Dezember 22nd, 2008

Was w?re ich als Bahnkunde ohne meine Podcasts? Heute hatte ich dank der Deutschen Bahn mal wieder Gelegenheit gleich mehrere Episoden zu h?ren. W?hrend sich die Bahn schon keine M?he mehr gibt, die zunehmenden Versp?tungen einigerma?en plausibel zu erkl?ren (Wegen versp?teter Bereitstellung oder Unregelm??igkeiten im Fahrplanablauf) haben mir zumindest zwei Podcasts die Warterei eingerma?en ertr?glich gemacht. Beide sind absolut h?renswert. Allerdings sind beide Folgen nur in englischer Sprache verf?gbar:

  1. Episode 79 des Podcasts Net@Night von Amber MacArthur und Leo Laporte bietet ein Interview mit Don Tapscott, einer der beiden Autoren des Buches Wikinomics. Die Drei unterhalten sich ?ber das neue Buch von Tapscott Grown Up Digital. W?hrend sich alle Welt Sorgen macht, dass die junge, nachwachsende Generation durch das Internet v?llig verbl?det, h?lt Tapscott mit vielen – wissenschaftlich fundierten – Studienergebnissen dagegen. Es gibt noch Hoffnung ;-)
  2. Dr. Moira Gunn unterh?lt sich in der Episode vom 2. Dezember 2008 des Podcasts Biotechnation mit Dr. Herb Needleman. Needleman begann bereits in den F?nfziger Jahren in den USA mit der Erforschung von Bleivergiftungen. Er konnte einen Zusammenhang zwischen Bleiverbindungen in Farbstoffen (z.B. in Kinderb?chern) und zahlreichen Symptomen wie Verhaltensst?rungen oder gar Aggresivit?t bei Kindern und Jugendlichen nachweisen. Er erz?hlt die Geschichte seines Jahrzehnte w?hrenden Kampfes gegen die bleiverarbeitende Industrie in den USA und f?r ein Verbot von Bleiverbindungen in Alltagsgegenst?nden. Es ist unter anderem seiner Arbeit zu verdanken, dass Blei als Zusatzstoff in Benzin verboten wurde. Besonders tragisch: er untersuchte auch Gewebe von hingerichteten Straft?tern und kam zu einem erschreckenden Ergebnis: bei einem relativ hohem Anteil (ich meine, er nannte 11 bis 38%) der Straft?ter lie?en sich so hohe Bleikonzentrationen nachweisen, dass ein Zusammenhang zwischen der Bleivergiftung und ihrem aggresivem Verhalten bestehen k?nnte. Das ist normalerweise der Stoff, aus dem Hollywood-Filme gemacht werden.

Wer also morgen am Bahnhof steht, kann sich so die Zeit verk?rzen.

K?rzlich

Freitag, Dezember 19th, 2008

Das Thema Webanalyse gewinnt in letzter Zeit deutlich an Aufmerksamkeit. W?hrend f?r viele Firmen die eigene Website bisher nur als Aush?ngeschild diente, r?cken kommerzielle Interessen nun zunehmend in den Vordergrund. Firmen der sogenannten Old Economy – ich mag den Begriff immer noch – begreifen nun doch langsam, dass die eigene Website nicht nur Geld kosten muss, sondern auch Kunden und damit Geld bringen kann.

Das erkl?rt auch den Untertitel des Buchs: Damit aus Traffic Umsatz wird. Denn von vielen Besuchern auf unseren Websites haben wir au?er tollen Charts und einem gest?rkten Ego eigentlich nichts. Erst wenn aus diesen Besuchern neue Kunden werden lohnt sich der ganze Einsatz. Die Themen des Buchs umfassen

  • eine Begriffsdefinition. Wie bei jedem neu aufkommenden Thema herrscht bei der Webanalyse derzeit ein m?chtiges Wirrwarr an Begriffen und deren Bedeutung
  • eine umfassende Einf?hrung in das Thema
  • eine Vorstellung der unterschiedlichen Tools (inklusive meines pers?nlichen Favoriten Sitestat von der Fa. Nedstat)
  • eingestreut finden sich sogenannte Fallstudien. Diese Case Studies finde ich allerdings sehr d?rftig und erkl?ren meines Erachtens kaum, warum sich eine Firma f?r das ein oder andere Tool entschieden hat und welche Anforderungen im jeweiligen Fall erf?llt werden.

Eine Herangehensweise hat mir aber besonders gut gefallen, die mir in Ihrer konsequenten Durchf?hrung so noch nicht bekannt war: die Berechnung des ROI, des Return of Invest! W?hrend es bei abgeschlossenen (Kauf-)Vertr?gen noch einfach ist, den monet?ren Wert zu beziffern, wird es mit der Bewertung von einzelnen Seitenaufrufen, Dokumenten-Downloads oder Kundenkontakten schon schwieriger. Hat man dies allerdings geschafft, reduziert sich die Beurteilung des Nutzens einer Website auf zwei Gr??en: was bringt mir meine Website und was kostet sie mich.

Die Website von Frank Reese: http://www.idealobserver.de/

Zu dem gleichen Thema gibt es auch einen Audio-Podcast: Mole 2 von Patrick Ludolph und Timo Aden. Einfach mal reinh?ren.

Sendepause

Dienstag, Dezember 16th, 2008

Ein Blog lebt unter anderem von einer gewissen Regelm??igkeit im Erscheinen von Beitr?gen. Wer bei mir ins Archiv schaut wird allerdings schnell feststellen, dass ich das mit der Regelm??igkeit nicht so hinbekomme. Tats?chlich besch?ftige ich mich mit zuvielen Themen gleichzeitig und laufe Gefahr, mich dabei zu verzetteln. Aber so ist das halt mit dem Internet: zuviele spannende Entwicklungen und man kann nicht ?berall dabei sein.

Ich bin begeisterter Podcast-H?rer und arbeite nun aber an einem Konzept(chen) f?r einen eigenen Audio-Podcast. Meine Probe-Aufnahmen sind allerdings so schlecht, dass ich sie nicht ver?ffentlichen mag. Aber alleine die Erfahrung, seine eigene Stimme zu h?ren und an seinem Sprech- und Redestil zu arbeiten sind die Arbeit wert. Ein Podcast, der mir in diesem Zusammenhang in den Sinn kommt, ist der von Eva Loschky: Das Abenteuer Stimme. Jeder der sich mit der Erstellung von Podcasts besch?ftigt sollte da mal reinh?ren.

F?r ein Freund suche ich gerade ein Open Source L?sung f?r einen Online-Shop. Eine Zeit lang habe ich mich mit oscommerce (Version 2.2) besch?ftigt, bis ich Magento kennengelernt habe. Das Tool hat es mir sofort angetan, der erste Eindruck ist hervorragend. Nur leider ist die Software recht komplex und nicht auf Anhieb zu durchschauen. Da steckt noch einige Arbeit drin. Das wird auch schnell zuviel Aufwand, um es als reinen Freundschaftsdienst noch leisten zu k?nnen.

Hinter den Kulissen diskutiere ich mit einigen Leuten ?ber das Ph?nomen Open Source und Kollaboration ?ber das Internet. Ausl?ser ist das Buch Wikinomics von Dan Tapscott und Anthony D. Williams, das ich f?r eines der grundlegenste Werke ?ber die gesellschaftlichen und ?konomischen Konsequenzen durch das Internet halte. Es ist geplant, die Diskussion selbst als auch Ergebnisse daraus entweder ?ber einen eigenes Wiki oder Blog Wikinomics Principals in Action zu ver?ffentlichen, so dass – ganz im Sinne von Wikinomics – sich jeder an dieser Diskussion beteiligen kann. Einiges davon gibt es bereits jetzt schon in der Gruppe Wikinomics ?ber LinkedIn zu lesen.

Unglaublich, aber in letzter Zeit war ich doch wieder ?fter mit meinem Avatar Frodo Gynoid in Second Life unterwegs. Auf vielen Inseln l?uft man zwar alleine rum, aber einige Institutionen wie Universit?ten und Schulen scheinen sich wieder mehr f?r die virtuelle Welt zu interessieren. Besonders im Bereich Kollaboration und E-Learning zeichnen sich einige neue und spannende Entwicklungen ab. Mehr dazu (hoffentlich) wieder auf diesem Blog!

Ja, und au?erdem hat man ja noch seine regul?re Arbeit. Da muss sich ja auch noch etwas bewegen!