Gesternabend habe ich im Literaturhaus M?nchen eine Podiumsdiskussion zum Thema Web 2.0 und dessen Einfluss auf die Unternehmenskommunikation sowie auf PR besucht. Das Literaturhaus bot f?r die Veranstaltung einen klasse Rahmen. Das Ganze wurde von der PR-Agentur Fink & Fuchs organisiert. Die Veranstaltung begann mit einem Vortrag von Prof. Zerfa? von der Universit?t Leipzig ?ber die aktuelle Entwicklung von Web 2.0, im Anschluss daran fand die Podiumsdiskussion statt. Die einzelnen Teilnehmer sowie das offizielle Programm findet sich auf der Webseite des Events.
Ich habe mir keine Notizen gemacht, da es in den n?chsten Tagen wohl noch alle Informationen per Email gibt, aber ich m?chte dennoch einige interessante Punkte auflisten, die diskutiert wurden:
- Wie in Nordamerika bereits ?blich wird sich auch die Unternehmenskommunikation von textbasierter Information l?sen und zunehmend Mulitmedia-Elemente wie Videoclips verwenden.
- Der Hype um Web 2.0 und der daf?r benutzten Technologien wird sich abschw?chen. Blogs und Wikis haben scheinbar doch nicht die Bedeutung, wie es in aktuellen MEdienberichten, auch der klassischen Medien, gerne mitgeteilt wird.
- Blogs und Wikis werden die bestehenden Kan?le der Unternehmenskommunikation und PR nicht abl?sen, sie kommen einfach neu hinzu.
- Welche dieser neuen Kan?le bedient werden m?ssen sollte gr?ndlich analysiert werden. Die Resourcen wie Personal oder Budget steigen nicht analog zur Anzahl der neu hinzugekommen Kan?le. Es wurde allerdings auch angesprochen, dass dies weder notwendig noch vern?nftig ist.
- Kommunikation auf Basis von Web 2.0 kann von den Unternhemen kaum mehr kontrolliert werden. Es zwingt die Unternehmen daher zu mehr Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit.
Die eigentliche Podiumsdiskussion verlor leider den Fokus auf die Unternehemenskommunkation und ging mehr auf den Einfluss von Web 2.0 auf klassischen Printmedien ein. Allerdings m?chte ich auch hier einen interessanten Diskussionspunkt erw?hnen: Wie Unternehmen werden auch die Verlage zu mehr Aufrichtigkeit gezwungen sein und m?ssen zu einem fundierten Journalismus zur?ckkehren, um sich vom User Generated Content abzugrenzen. Darin wurde aber auch die gro?e Chance f?r die etablierte Verlage gesehen.
Etwas, dass ich selbst anf?gen m?chte: meiner Ansicht nach kann kein Unternehmen dar?ber entscheiden, ob es an Web 2.0 teilnehmen m?chte oder nicht, es nimmt schon daran teil.

Zur Abrundung Ihres Beitrags hier der Link zu weiteren Informationen, unter anderem die Präsentation von Prof. Zerfass. http://www.ffpr.net/de/news/pr_themen/new_media_web_20.html
PR-Pulse “Public Relations & New Media – Aktuelle Trends” in München…
Am 20. Februar 2008 fand ein weiterer PR-Pulse zum Themenkomplex “Public Relations & New Media – Aktuelle Trends“ im Münchener Literaturhaus statt. Prof. Dr. Ansgar Zerfaß (Universität Leipzig), Stephan Becker-Sonnenschein (Vice President Corpo…
[...] Ein weiterer wissenschaftlicher Vortrag wurde von Jan Schmidt vom Hans-Bredow-Institut über die Mythen und Fakten der typischen Web 2.0-Nutzer gehalten. Er hatte einige überraschende Ergebnisse für uns. Nur so nebenbei: er ist einer der Co-Autoren, die zusammen mit Ansgar Zerfaß das im März 2008 erscheinende Buch “Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web: Von der Gesellschaft zum Individuum” veröffentlichen. Letzte Woche berichtete ich bereits über einen Vortrag von Zerfaß über den Einfluß von Web 2.0 auf die Unternehmenskommunikation: Unternehmenskommunikation in Zeiten von Web 2.0. [...]