Online-Marketing

Die beiden letzten Tage verbrachte ich auf dem Kongress Marketing!Online, veranstaltet von Deutsche Kongress. Wie letztes Jahr wurden zahlreiche,meist gute Pr?sentationen geboten. Die Veranstaltung ist eine gute Mischung aus Fallstudien aus dem realen Leben und einigen (nicht zu) akademischen Vortr?gen. Hier gebe ich einen kleinen ?berblick ?ber einige der vorgestellten und diskutierten Themen:

  • Targeting – vor allem Behavioural Targeting – kam gleich in mehreren Pr?sentationen vor. Eine gro?e Sache,die zum Teil kontrovers diskutiert wurde.
  • Christian Knopp von BigFM stellte den Einsatz von Musik als m?chtiges Instrument vor, um Emotionen auch ?ber Webseiten zu transportieren. Er schl?gt vor, Musik auf Websiten einzusetzen, um Konversionsraten (Cost per Lead, Cost per Order) zu steigern. Er setzt dabei auf den gleichen Effekt, den Hintergrundmusik in Kaufh?usern hat. Obwohl ich glaube, dass Musik f?r den Onlinebereich ein n?tzliches Werkzeug sein kann, bin ich nicht richtig ?berzeugt: Viele Menschen surfen in den unterschiedlichsten Umgebungen wie am Arbeitsplatz oder Zuhause, wo sie, wie ich, einfach ihre eigene Musik h?ren. In diesen F?llen wird die Musik, die ?ber die Website eingespielt wird, eher nerven.
  • Interessante Fallstudien zu ihren Online-Marketing-Aktivit?ten pr?sentierten die Firmen Coca Cola (Deutschland), BMW Group und Adidas. Von Kampagnen dieser Gr??en kann ich in meiner Firma nur tr?umen.
  • Den Workshop ?ber Internet TV und IPTV mit der Bavaria Film Interactive fand ich etwas entt?uschend, weil der Schwerpunkt zu sehr auf viralen Video Clips lag. Das Thema gibt sicherlich mehr her, als m?glichst lustige Filmchen im Internet zu verbreiten. Die bereits erw?hnte Pr?sentation von BMW ?ber ihre neue, preisgekr?nte BMW-Web.TV-Plattform zum Beispiel.
  • Sehr n?tzliche Informationen ?ber die Zielgruppe der Silver Surfer lieferte Kai Hudetz vom E-Commerce Center Handel. Er forderte eine deutlich feinere Segmentierung der Generation 50 Plus, einer Gruppe von Menschen, die genauso vielf?ltig und heterogen ist, wie die Gruppe der unter 50-J?hrigen.
  • Ein weiterer wissenschaftlicher Vortrag wurde von Jan Schmidt vom Hans-Bredow-Institut ?ber die Mythen und Fakten der typischen Web 2.0-Nutzer gehalten. Er hatte einige ?berraschende Ergebnisse f?r uns. Nur so nebenbei: er ist einer der Co-Autoren, die zusammen mit Ansgar Zerfa? das im M?rz 2008 erscheinende Buch “Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web: Von der Gesellschaft zum Individuum” ver?ffentlichen. Letzte Woche berichtete ich bereits ?ber einen Vortrag von Zerfa? ?ber den Einflu? von Web 2.0 auf die Unternehmenskommunikation: Unternehmenskommunikation in Zeiten von Web 2.0.
  • Ein weiteres Highlight war der sehr unterhaltsame Vortrag von Prof. Mario Fischer, Autor des Buchs Website Boosting. Er zeigte anhand einiger Beispiele wie schlechte Usability die Ziele, die man mit seinen Online-Aktivit?ten verfolgt, zunichte machen kann.
  • Web 2.0 war mehr oder weniger Teil jeder Pr?sentation: kinkaa.de – eine Suchmaschine speziell f?r die Reisebranche – berichtete ?ber ihren Corporate Blog und Coca Cola (Deutschland) stellte einige Kampagnen vor, in denen die User erfolgreich eingebunden wurden. Web 2.0 ist definitiv Bestandteil einer erfolgreichen Online-Strategie.


Leave a Reply