Prosumer bauen Community

Einer der erstaunlichsten Tatsachen über Second Life ist, dass die Virtuelle Welt fast ausschließlich durch ihre Bewohner erschaffen wurde. Die Fa. Linden Labs stellt lediglich die technische Infrastruktur zur Verfügung. Alle in der Welt erschaffenen Objekte bleiben im Besitz ihres Erschaffers und dürfen dort auch gehandelt werden. Ein Grund für den enormen Erfolg von Second Life.

Damit ist Second Life eines der konsequentesten Beispiele für einen neuen von Don Tapscott in seinem Buch Wikinomics proklamierten Typus Firma. Die Kunden sind nicht mehr nur passive Nutzer eines Produkts, sondern sind aktiv an der Erstellung und Entwicklung beteiligt. Tapscott hat dafür den Begriff Prosumer eingeführt eine Kombination aus Produzent (Producer) und Konsument (Consumer).

Einen ähnlich konsequenten Weg möchten nun die Betreiber der Social Community Facebook gehen: durch die Bereitstellung von offenen Schnittstellen können die User nun eigene Anwendungen für die Plattform kreieren und anderen Mitgliedern zur Verfügung stellen. Da dies durchaus kostenpflichtige Dienste sein können, eröffnen sich zahlreiche Chancen für neue Geschäftsmodelle.

Die Anwendung bleibt Eigentum des Produzenten, der damit allerdings mit dazu beiträgt, dass der Funktionsumfang von Facebook stetig zunimmt. Diese Art des Crowdsourcing dürfte binnen kurzer Zeit für Facebook einen unschlagbaren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Communities bringen. Weitere Infos gibt es unter http://developers.facebook.com/.

One Response to “Prosumer bauen Community”

  1. [...] ich in einem Beitrag über die Öffnung der Plattform Facebook für Entwickler geschrieben habe (Prosumer bauen Community). Als Konsequenz daraus hatte ich einen enormen Wettbewerbsvorteil für Facebook gegenüber anderen [...]

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