3D-Welten – allen voran Second Life – werden derzeit als das Modell für die Zukunft des Internets gehandelt. Aber eine Voraussetzung dafür, dass diese Vision zur Realität wird, werden offene Schnittstellen sein. In der neuesten Ausgabe der Technology Review schreibt Gregor Honsel darüber, wie sich die virtuellen Welten öffnen müssen, damit sie sich flächendeckend durchsetzen können werden (Reisefreiheit für Avatare, TR 07/2007).
Solange das Wohl jeder einzelnen künstlichen Welt auf Gedeih und Verderb von einer – oft nur kleinen – Firma abhängt, werden sich viele Unternehmen scheuen, größere Summen zu investieren. Ähnliches gilt für die Spieler/User dieser Welten, wenn das digitale Alter Ego bzw. die virtuellen Besitztümer an ein bestimmtes Produkt oder ein bestimmtes Spiel gebunden sind, werden die Menschen zu große Aufwände (Geld oder Zeit) vermeiden. Honsel vergleicht die Situation mit dem Beginn des Internets überhaupt: angefangen hat es mit geschlossenen Diensten wie AOL oder T-Online. Den kommerziellen Durchbruch allerdings schaffte die Technologie erst mit der Unabhängigkeit des World Wide Web von diesen Anbietern. Eine ähnliche Entwicklung sieht er demnach für die 3D-Welten voraus.
