Archive for Juni, 2007

Online-Werbung boomt

Freitag, Juni 29th, 2007

Laut Pressemitteilung vom 29. Juni 2007 der W&V (Werben & Verkaufen; Fachblatt der Werbewirtschaft) boomt der Markt der Online-Werbung weiterhin. Die Budgets für das kommende Quartal steigen demnach um 19% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum.
Skeptisch bleiben die Marketingfachleute allerdings gegenüber Themen wie Web 2.0 oder Second Life. Die Entwicklungen dieser Technologien werden zwar aufmerksam verfolgt. Ein Engagement in diesen Bereichen lehnen allerdings 90% der Fachleute ab.

Originaltext auf www.presseportal.de

Marketingnutzen von Second Life in Frage gestellt

Dienstag, Juni 26th, 2007

Laut der W3B-Studie von Fittkau & Maaß nutzen weniger als 1% der gesamten Internetnutzer aktiv die Plattform Second Life. ‘Aktiv’ bedeutet in diesem Fall, das man sich regelmäßig, also mehr als einmal monatlich anmeldet. Die meisten Menschen sind angeblich nach der ersten Anmeldung in der virtuellen Welt so enttäuscht, dass sie sich nie wieder im Spiel blicken sehen lassen und ihren Avatar sich selbst überlassen. Immerhin ist Second Life ?ber 70% der Internetnutzer ein Begriff.
Der Studie zufolge beschränken sich die aktiven Nutzer zudem auf die Altersgruppe der unter 20-jährigen und Menschen mit ausgeprägtem Intersse an Online-Spielen. Das der Zugang zum Spiel eigentlich erst ab 18 Jahren erlaubt ist, spielt dabei keine Rolle.
Die Studie stellt Second Life als Marketing-Plattform und damit die Nutzer als interessante Zielgruppe generell in Frage. Für die Mehrheit der Nutzer ist die virtuelle Welt lediglich ein Spiel und dient dem Zeitvertreib. Werbung bzw. Informationssuche zu Produkten spielt dagegen keine Rolle. Im Widerspruch dazu steht allerdings das Engagement vieler Firmen und Organisationen, die bereits eine Repräsentanz im Onlinespiel vorweisen können.

Wenn Web2.0-Firmen über Web2.0 stolpern

Samstag, Juni 23rd, 2007

Was web2.0 eigentlich ist, ist schon schwer zu begreifen. Mit web2.0 auch noch Geld zu verdienen, ist noch schwerer. Um so unverständlicher wird es, wenn Firmen, deren komplettes Geschäftsmodell auf web2.0 basiert, damit nicht klarkommen.

Unlängst kam schon die Nachrichtenseite digg.com ins Schleudern. Proteste der digg-User führten dazu, dass Inhalte, die wegen Urheberrechtsverletzungen auf der Website gesperrt wurde, wieder freigegeben werden mussten. Die Firmeninhaber von digg.com mussten einsehen, dass sie solche Entscheidungen nicht an ihren Nutzern vorbei treffen können.

Noch höher schlagen die Wellen aktuell bei flickr.com in Deutschland. Das Bilder-Portal filtert seit neuestem Bilder der deutschen Mitglieder seiner Community, hauptsächlich mit erotischen Inhalten. Das schlimme daran ist nicht das Filtern an sich, obwohl trotz der strengen Haftungsgesetzte für Inhalte durch den Portalbetreiber in der Form nicht notwendig wäre, sondern die Kommunikationspolitik von flickr.com: Der Einsatz solcher Filter wurde weder frühzeitig angekündigt noch erklärt. Auch nicht als längst klar war, dass solche Filter tatsächlich eingesetzt werden. Als die Protestaktionen vieler (auch zahlender) Mitglieder des Portals in Form von eingestellten Bildern mit dem Vermerk “zensiert” dann auch noch aus dem Portal entfernt wurden, kam die Welle erst so richtig in Schwung.
Inzwischen scheint flickr.com ähnlich digg.com wieder zurückgerudert zu sein und hat die Filterfunktion entschärft.

Firmen, deren Geschäftsmodell komplett auf freiwillige Beiträge unabhängiger Menschen basiert, sollten mit ihren Mitgliedern etwas vorsichtiger umgehen, denn die sind ganz schnell zur Konkurrenzplattformen weitergezogen. Das kann dann durchaus auch im Widerspruch zu Gesetzen einzelner Ländern stehen.