Die alten Medien beobachten die neuen sehr genau. Drum verwundert es nicht, wenn ausgerechnet die beiden Sender ARD und ZDF jährlich eine sehr detailierte Studie über die Nutzung der Onlinemedien veröffentlichen (vielleicht finden sich ja noch Argumente, um für die Nutzung des Internets GEZ-Gebühren zu verlangen). Vor kurzem erschien die Vorabveröffentlichung der Studie 2007. Die wesentlichsten Ergebnisse lassen sich schnell zusammenfassen: Die Nuztung des Internets steigt natürlich in den Bevölkerungsgruppen, die bishernoch nicht so stark vertreten waren, das sind die Senioren und die Frauen. Darüberhinaus steigt die Nutzung von neuen Formaten, dazu gehören Podcasts und Vodcasts (eine Art Podcast mit Videodateien).
Was ich aus Sicht der Nutzung von 3D-Welten allerdings erwähnenswert finde, sind zwei Dinge:
- 59% der Onliner besitzen bereits einen DSL-/Breitbandanschluss. Eine Voraussetzung für die weitere Verbreitung der 3D-Welten.
- Immer mehr Menschen nutzen das Internet von zu Hause aus. 49% greifen nur von zu Hause aus auf das Internet zu, 37% sowohl von zu Hause als auch vom Arbeitsplatz aus. Damit haben 86% der Onlinenutzer zu Hause einen Anschluss zur Verfügung (Zahl aus der Studie von 2005). Eine weitere Bedingung für die Akzeptanz von Second Life und Co. Während eine Triebfeder für die rasante Entwicklung des Internets die Möglichkeit war, dieses über den Arbeitsplatz mit zu nutzen, tritt diese Abhängigkeit zunehmend in den Hintergrund (Das wird die Chefs freuen!). Kaum eine IT-Abteilung wird aber die Installation der für die 3D-Welten benötigten Viewer erlauben bzw. die Firewall der Firma für Onlinespiele öffnen.